Weltrekord hoch über dem Achensee

Pressemitteilung

Fotos: Tom Klocker

Kopfüber in den Achensee gesprungen sind schon viele, aber einen „Head Over“-Sprung aus 7.100 Metern Höhe gab’s noch nie. Gleitschirmspringer Mike Küng sorgte mit seinem Unterfangen am 21. Januar sprichwörtlich für großes Aufsehen. Und nicht zuletzt für einen neuen Weltrekord.

Er ist ein Mann der Extreme: Mike Küng hat mit seinen Gleitschirm-Sprüngen schon vielfach für Furore gesorgt. Dennoch war das, was er diese Woche hoch über dem Achensee gewagt hat, eine Sensation und gleichzeitig ein Weltrekord: Einen „Head Over-Sprung“ aus einem Heißluftballon aus 7100 Metern gab es bislang weltweit noch nie. Küng verriet nach seiner Landung: „Ich bin überglücklich, dass mir dieser Head Over auf Anhieb gelungen ist. Die Bedingungen waren traumhaft, wir hatten wolkenlosen Himmel und optimale Fernsicht.“

Der Weltrekord – bei klirrender Kälte erzielt
Im Detail vollzog sich der Weltrekord wie folgt: Am Dienstag, den 21. Januar 2020 um exakt 8:23 Uhr, startete der Heißluftballon „Achensee“ mit Extremgleitschirmspringer Mike Küng an Bord vom Parkplatz der Hochalmlifte Christlum in Achenkirch am Achensee, Tirol. Bei klirrender Kälte (minus 18 Grad am Boden) stieg der Ballon in eine Höhe von ca. 7.100 Metern. Die Temperatur in Absprunghöhe lag bei minus 25 Grad. Bereits im ersten Versuch gelang Küng der geplante Head Over-Sprung mit seinem Gleitschirm. Diese Höchstleistung  markiert nunmehr einen neuen Weltrekord! Gelandet ist Küng schlussendlich in der Nähe der bayerischen Stadt Bad Tölz.

Die Technik – herausfordernd und spektakulär
Häufig werden Gleitschirmflüge aus einem Heißluftballon mittels D-Bag absolviert. Dabei hängt der Springer an einem Sack unterhalb des Ballonkorbes. Nicht so in diesem Fall: Küng machte einen Head Over, das heißt: Er sprang direkt aus dem Korb. „Das Spezielle am Head Over-Sprung ist das besonders intensive Sprung- und Freifallgefühl das man beim D-Bag nicht in dieser Form erlebt. Ein Head Over ist zudem die technisch größere Herausforderung als ein D-Bag“, so Küng. Der frischgebackene Weltrekordhalter hat die Ballonfahrt und seinen Sprung im Übrigen ohne Zuhilfenahme von künstlichem Sauerstoff absolviert.

Der Springer – Mike Küng im Kurzporträt
Mike Küng (Jahrgang 1968) ist wahrlich kein Unbekannter im Bereich der Gleitschirmflieger: Bereits seit 1987 ist der gebürtige Vorarlberger in höchsten Höhen unterwegs. Im Jahr 2000 erlebte Küng den internationalen Durchbruch mit seinem Sieg bei der Acro-Weltmeisterschaft „Wings over Aspen“ in den USA. Diesem Triumpf folgte eine Überquerung des Ärmelkanals per Gleitschirm im Jahr 2003. Im Folgejahr stellte ehr einen Höhenrekord (10.100m) mit dem Heißluftballon auf. Weitere Meilensteine seiner Karriere waren ein Sprung von der Europabrücke wie auch sein Indoor-Sprung in einer Cargolifter-Halle. Mehrere Shows, Events und weitere Gleitschirm-Aktionen runden das Schaffen von Mike Küng ab. Der soeben absolvierte Weltrekord im „Head-Over“-Sprung hoch über dem Achensee markiert einen weiteren Höhepunkt in der an Superlativen so reichen Karriere Küngs.

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