Vitalpin: die neue Bewegung in den Alpen

Pressemitteilung

Fotos: TVB Paznaun-Ischgl, Manuel Pale

Die internationale Interessensgemeinschaft Vitalpin hat sich auf der ITB als neue Bewegung für Menschen und Unternehmen vorgestellt, die in den Alpen von und mit dem Tourismus leben.

Vitalpin wolle das Bewusstsein für den Stellenwert der kleinteilig strukturierten alpinen Tourismusbranche im breiten öffentlichen Meinungsdiskurs positiv schärfen, erklären die Gründer in einer Pressemitteilung. Das europäische Netzwerk aus Destinationen, Hotellerie, Gastgewerbe, Bergbahnen, Freizeitwirtschaft, Sportverbänden, Landwirtschaft, Industrie und Handel verstehe sich als Brückenbauer. Mit 25 Gründungsmitgliedern aus den vier Alpenländern Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien startet der Verein in seine Arbeit.

Zu den Mitgliedern zählen unter anderem verschiedene touristische Sparten der Wirtschaftskammer Österreich, Tirol und Südtirol, die Tiroler Destinationen und Tourismusverbände, die Seilbahnen Schweiz, der Hoteliers- und Gastgewerbeverband Südtirol sowie der Österreichische und Deutsche Skiverband. Wie wichtig der Tourismus auch für andere Branchen ist, zeigt sich in der Mitgliedschaft von Vertretern aus Industrie und Landwirtschaft, so z. B. der Kässbohrer AG oder dem Südtiroler Bauernbund.

3 Kernbereiche im Fokus

Drei Dinge leiten laut Pressemitteilung das Handeln der Initiative: der Mensch, die Wirtschaft und die Natur. Es brauche ein Miteinander in eine Zukunft, in der die Alpen wieder gleichrangig als Lebens-, Wirtschafts- und Naturraum betrachtet werden, so der Obmann von Vitalpin, Hannes Parth. Um den Bedürfnissen dieser drei Kernbereiche gerecht zu werden, suche Vitalpin den Austausch mit der Öffentlichkeit und zwischen der Tourismusindustrie, der Politik und den Umweltorganisationen. 

Kein unbegrenztes Wachstum, aber auch kein Stillstand

Selbstverständlich vertragen die Alpen kein unbegrenztes Wachstum“, erklärt Theresa Haid, Geschäftsführerin von Vitalpin. Doch sei auch Stillstand keine Lösung. Haid gibt zu bedenken, welche enorme Wirtschaftskraft der Tourismus in den Alpen entfaltet hat. Damit erst werde dauerhafter Wohlstand für die Bevölkerung – konkret für 13 Millionen Menschen im Alpenbogen – möglich, werde Verödung verhindert und ließen sich abgelegene Seitentäler bewohnen, so Haid.

In dem Statement bedauert die VItalpin-Geschäftsführerin, dass in Teilen der Gesellschaft das Bewusstsein darüber verloren gegangen sei, dass alle Bewohner des Alpenraums – von den touristisch erschlossenen Seitentälern bis hin zu den städtischen Ballungszentren – sichtbar und unsichtbar vom Tourismus leben. Laut Haid ist das Ziel „nicht ein Mehr an Menge, sondern ein Mehr an Wert.“ „Wir setzen uns ein, den Tourismus als Lebensgrundlage zu bewahren und zu optimieren. Weil Tourismus – gerade in den Alpen – der Motor für Wohlstand ist und bleibt“, sind sich Parth und Haid einig.

Zukunft in den Alpen konstruktiv mitgestalten: Vitalpin Handlungsfelder

Wie will Vitalpin die eigenen Ziele erreichen? Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit will sich die Bewegung durch aktive Kommunikations- und Marketingmaßnahmen profilieren und Kampagnen initiieren, welche die Wertigkeit des Tourismus für den Lebensraum Alpen aufzeigen. Im Bereich "Netzwerk & Interessensvertretung" sollen gesetzliche Rahmenbedingungen aktiv mitgestaltet, Fakten und Positionspapiere für Stakeholder erarbeitet und bestehende Interessenvertretungen unterstützt werden. Im Bereich des Wissensmanagements schließlich sollen ein wissenschaftliches Expertennetzwerk und eine Wissensdatenbank die fundierte Auseinandersetzung mit sensiblen und daher oftmals auch kontroversen Themen verbessern.

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