Locals.Muenchen gestartet

himmeblau Redaktion

Foto: locals.muenchen

 

Was passiert mit München und seinen unverwechselbaren Vierteln, wenn die kleinen Shops, Restaurants und Cafés verschwinden, die die Stadt so besonders machen? Genau diese Frage haben sich auch Verena Holthaus (28, Brand- und Innovationsmanger), Kathrin Mormann (36, Modedesigner) und Elena Reuß (27, Brandmanager Lizenzen) gestellt. Als sie weiter recherchierten, wurden sie auf die Initiative locals.hamburg aufmerksam, die unter anderem von einer ehemaligen Kommilitonin gegründet wurde. "Als wir keine passende Seite für München gefunden haben, die Ihren Nutzern durch eine Vorauswahl und eine stimmige visuelle Darstellung auch einen Mehrwert bringt, haben wir nach einem fünf stündigem Telefonat bis halb drei Uhr morgens unseren eigenen Account locals.muenchen auf Instagram gestartet", berichtet das Trio.

Auf ihrem Account unterstützen sie seit Anfang April lokale Händler, die ihren Kunden in der aktuellen Situation einen bestimmten Service anbieten. Das kann ein Blumenladen sein, der jetzt seine Blumen auch ausliefert oder ein Café, das kurzerhand einen Kiosk eröffnet hat. "Uns war uns relativ schnell klar, dass wir nicht nur auf lokale Händler und Läden aufmerksam machen wollen, wie das aktuell auf den ersten Blick ähnliche Initiativen tun, sondern zudem auch auf die Menschen, die dahinterstehen, eingehen. Wir möchten ihre individuelle Geschichte, ihren Service und Alltag unserer Community erzählen und näherbringen. So können wir eine persönliche Verbindung zwischen den lokalen Händlern und unserer Community schaffen", so Verena Holthaus. "Diese können uns entweder direkt über Instagram kontaktieren oder auch per Mail. Unsere Community hat aber auch die Möglichkeit, uns auf ihren lokalen Hero aufmerksam zu machen, der Unterstützung benötigt", ergänzt Kathrin Mormann.

Das Trio hat sich natürlich auch Gedanken darüber gemacht, ob sich das Kaufverhalten der Menschen durch Covid19 verändert und sich gefragt ob der lokale Aspekt in Zukunft an Bedeutung zunehmen wird. "Schon in den letzten Jahren konnten sie feststellen, dass ein Umdenken bei den Konsumenten stattfindet. Covid19 macht es nur noch offensichtlicher was passiert, wenn die lokalen Händler verschwinden und sich das Stadtbild Münchens drastisch verändern wird. Wir sehen es als unsere Herausforderung Konsumenten auf die kleinen lokalen Händler aufmerksam zu machen, zu denen sie über die von uns geschaffenen Einblicke über die Zeit einen persönlichen Bezug aufbauen können. Mit Ihrer Kaufentscheidung können Sie so einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung leisten, die Stadt so schön und abwechslungsreich zu erhalten wie wir es bisher gewohnt sind", erläutert Elena Reuß.   

Die drei Gründerinnen unterstreichen: "Wir arbeiten gerade mit Hochdruck daran unsere Seite noch weiter bekannt zu machen, damit noch mehr Händler davon profitieren können. Was wir jetzt auch schon wissen ist, dass wir auf jeden Fall auch nach der Krise mit locals.muenchen weitermachen möchten. Neben München wollen wir auch das Umland wie zum Beispiel Rosenheim weiter bekannt machen. Wir glauben fest daran, dass wir durch unsere Plattform Menschen mit einander verbinden und ein Netzwerk aus tollen Ideen und Persönlichkeiten zusammenbringen können." Wie ihre Geschichte weiter geht, kann man auf ihrem Instagram-Account locals.muenchen verfolgen.

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