„Alles Schnuttenbach!“

Pressemitteilung

Hans Müller-Schnuttenbach, Winter in Törwang, o.J., um 1943, Städt. Galerie Rosenheim (Inv.Nr. 686), Fotos: © Martin Weiand

Mit der Ausstellung „Alles Schnuttenbach! Des Künstlers erste Wahl“ widmet sich die Städtische Galerie Rosenheim vom 20. September bis 17. November 2019 einem der bekanntesten regionalen Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Hans Müller (1889 – 1973), der sich später zusätzlich Schnuttenbach nannte, studierte Malerei an der Münchner Kunstgewerbeschule. Obwohl seine Arbeiten in der Tradition der Landschaftsmalerei der „Münchner Schule“ stehen, entwickelte er bereits früh seinen ganz eigenen Stil, der sich insbesondere in seinen „Temperabildern“ niederschlug. Trotz seiner Mitgliedschaft in der Chiemgauer Künstlergruppe „Die Frauenwörther“ ist Müller-Schnuttenbach nicht den „Chiemseemalern“ zuzurechnen. Der See war für ihn ohne Bedeutung. Er konzentrierte sich vielmehr in seinen zeitlosen Bildern auf meist menschenleere Landschaften, die den Wechsel der Jahreszeiten dokumentieren.

Mit Rosenheim war Hans Müller-Schnuttenbach nicht nur durch Landschaft und Natur verbunden, sondern auch über einen ungewöhnlichen Leibrentenvertrag, der 1950 zwischen ihm und der Stadt geschlossen wurde. Darin garantierte die Stadt u.a. eine Unterkunft und Verpflegung auf Lebenszeit. Im Gegenzug übereignete der Maler der Stadt 400 seiner Werke; 62 davon wurden damals von ihm für Ausstellungszwecke unmittelbar an die Städtische Galerie Rosenheim übergeben und vom Künstler selbst als unverkäuflich klassifiziert. Nach seinem Tod gingen alle weiteren in seinem Besitz befindlichen Bilder an die Stadt Rosenheim – insgesamt über 1.300 Kunstwerke!

Mit der Ausstellung „Alles Schnuttenbach! Des Künstlers erste Wahl“ präsentiert die Städtische Galerie Rosenheim nun aus dem breiten Vermächtnis Hans Müller-Schnuttenbachs dessen erste Wahl aus dem Jahr 1950 sowie einen vielschichtigen Auszug aus den weiteren Sammlungsbeständen – eine reflektierte Betrachtung des Künstlers, seines Gesamtwerks und seiner (zeitgenössischen) Wahrnehmung.

Begleitend zur Ausstellung bietete die Städtische Galerie ein umfangreiches Rahmenprogramm aus Filmabend, Themenführungen und Diskussionsrunden. Weitere Informationen hierzu sowie zur Ausstellung können Sie dem ausführlichen Text im Anhang entnehmen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

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