Wichtige Schnittarbeiten im Frühjahr

himmeblau Redaktion

Fotos: Andreas Jacob

Gartenbaumeisterin Antonie Mendl von „Antonie‘s Meistergärten“ in Rott gibt ab sofort in jeder Ausgabe wertvolle Tipps. Teil 1: So wird der Garten „frühlingsfit“

Gelungene Gartenanlagen haben eines gemeinsam: die fachgerechte Verwendung von Pflanzen und deren richtige Pflege. Mag der Garten auch noch so gut geplant sein, man kann ihn nicht sich selbst überlassen. Befreien Sie jetzt Ihre Beete von Winterschutz. Entfernen Sie Abdeckmaterial, damit sich der Boden erwärmen kann, und lockern Sie ihn.
Jetzt ist die Zeit, in der Sie Ihre Sträucher und Stauden schneiden und das Wachstum korrigieren sollten. Zur Vorbeugung von Krankheiten müssen Sie Ihr Schnittwerkzeug nach jeder Pflanze desinfizieren. (Mein Tipp: Spiritus als Desinfektionsmittel verwenden!)

Kontrollieren Sie, ob Triebe zurückgefroren oder noch alte Blüten bzw. Fruchtstände vorhanden sind und entfernen Sie diese. Achten Sie bei jedem Schnitt darauf, die Knospen nicht zu verletzen. Die Blickrichtung der Knospen ist die zukünftige Wachstumsrichtung. Schneiden Sie also auf eine Knospe zurück, die in die gewünschte Richtung schaut. Damit Wasser ablaufen kann, schneiden Sie etwa einen halben Zentimeter oberhalb der Knospe schräg abwärts verlaufend. Kappen Sie Ihre Sträucher nicht einfach, sondern unterstützen und behalten Sie die natürliche Wuchsform Ihres Strauches. Lichten Sie die Pflanzen aus, indem alle reibenden, verletzten und vertrocknete Äste entfernt werden.

Lavendel wird nach der Blüte im Herbst zurückgeschnitten (Blütenhöhe plus ca. fünf Zentimeter ins Grün hinein). Im Frühjahr schneide ich den Lavendel dann nochmals nach, damit es zu reichlich neuen Austrieben kommt . Alte Pflanzen können Sie ruhig 10 bis 15 Zentimeter über dem Boden vollständig kappen. Umso schöner ist die Blütenpracht im Sommer. Auch die Rose, die Königin des Gartens, freut sich auf das Frühjahr. Alle Rosen brauchen einen Auslichtungsschnitt, bei dem alle abgestorbenen oder kranken Triebe entfernt werden. Der Rückschnitt hängt von der Rosenart ab. So werden Beetrosen und Edelrosen kräftig bis auf 3 bis 4 Augen zurückgeschnitten. Das letzte Auge sollte außen liegen, damit sich keine Zweige kreuzen. Bei den Strauchrosen werden nur die mehrmals blühenden Sorten regelmäßig geschnitten.

Es gibt noch viele Themen zur richtigen Pflege Ihres Gartens und ich stehe gerne für Ihre Fragen zur Verfügung. Rufen Sie einfach an oder schicken Sie mir eine E-Mail!

Blühende Grüße, Ihre Antonie Mendl

 

Alle Kolumnen von Antonie Mendel:

Teil 1: So wird der Garten fit für den Frühling

Teil 2: Die richtige Rasenpflege

Teil 3: Schneiden von Formgehölzen

Teil 4: Familienspaß Schwimmpool

Teil 5: Düngen im Herbst

Teil 6: Einwintern von Kübelpflanzen

Teil 7: Gartengestaltung fürs Frühjahr

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