Warum das Variieren beim Training so wichtig ist

Daniel Gärtner

Die Leistungsfähigkeit eines Menschen ist wesentlich von der körperlichen Fitness und der Gesundheit abhängig. Da ein regelmäßiges Training die Gesundheit positiv beeinflusst, zieht es immer mehr Menschen zum Sport. Bei genauer Betrachtung fällt dabei auf, dass die wenigsten zielorientiert oder planmäßig trainieren. Vor allem in vielen Fitnessstudios wird willkürlich an den Geräten gestrampelt und jahrelang die gleiche Übung verfolgt. Dabei sind gerade Teilziele im langfristigen Trainingsprozess essentiell, wenn es um die Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Gesundheit geht. Denn der menschliche Organismus passt sich auf wechselnde Trainingsprogramme besser und effektiver an als auf stetig gleich bleibende Reize.

Werden überhaupt keine Veränderungen im Trainingsverhalten vorgenommen, kommt es sogar zur Stagnation. Zudem können immer gleiche Bewegungen und Trainingsmethoden das psychomotorische System des Menschen einschränken, wodurch die Bewegungsvielfalt gehemmt wird. Muskuläre Disbalancen, Fehlhaltungen oder die Verkümmerung der Motorik gehen damit häufig einher. Aus diesem Grund sind Variationen im Training zu empfehlen, wodurch neue Reize entstehen.

Fünf nützliche Tipps für die Variation im Training: 

1. Setzen Sie sich Teilziele und verfolgen Sie einen langfristigen Trainingsplan, der sich ihrer individuellen Zielsetzung anpasst. Beginnen Sie am Anfang Ihrer Trainingsperiode eher mit höheren Umfängen und niedrigen Intensitäten. Steigern Sie nach 2 bis 3 Wochen die Intensität und verringern Sie den Umfang.

2. Stellen Sie ihre Trainingsparameter alle 6 bis 8 Wochen um. Im Krafttraining können dies Veränderungen der Intensität (Gewicht), Umfang (Wiederholungen/Sätze), Pausenzeiten oder die Dichte (Einheiten/Woche) sein. Aber auch der Wechsel zwischen Trainingsgeräten macht hier Sinn.

3. Variieren Sie ihre Bewegungen. Beim Krafttraining können sie z.B. die Griffarten ändern. Durch den Wechsel zwischen breiten zu schmalen Griffen, Ober- zu Untergriffen werden neue Reize gesetzt und andere Muskelgruppen beansprucht. Durch die Variation der Laufstrecke im Ausdauertraining geschieht dies ebenfalls. Seien sie kreativ.

4. Setzen Sie auf Qualität und nicht auf Quantität. Um anpassungsfähige Reize zu schaffen, sollten Sie während des Trainings konzentriert bleiben und die Bewegungen sauber ausführen. Ein schnelles „Abarbeiten“ an allen Geräten macht hierbei eher wenig Sinn. Die effektivere Lösung könnte ein Fokus auf 2 bis 3 Muskelgruppen sein.

5. Wechseln Sie zwischen Allgemein- und Spezialübungen. Durch allgemeine Übungen werden die Grundlagen der Fitness geschaffen. Diese stellen im Krafttraining z.B. Basisübungen an den Geräten oder Hanteln, im Ausdauertraining Grundlagenläufe, Fahrradfahren o.ä. mit niedriger Intensität dar.

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