Vorhang auf für die 10. Nonfiktionale

himmeblau Redaktion

Foto: Veranstalter

Das Aiblinger Dokumentarfilmfestival feiert von 16. bis 19. März seine erste Dekade.

Am Anfang stand die Idee, eine Plattform für intensive Filmerfahrungen und Gedankenaustausch zu schaffen – im Kinosaal und darüber hinaus. Nun feiert das Aiblinger Dokumentarfilmfestival vom 16. bis 19. März sein Zehnjähriges. Mittlerweile genießt die Nonfiktionale nicht nur in Branchenkreisen einen ausgezeichneten Ruf, es ist auch fest im Kulturleben der Region verankert.

Wie immer stehen Filmprogramm und Diskussionen unter einem bestimmten Motto. In diesem Jahr rückt die „Dreiecksbeziehung“ in den Fokus. Es geht darum, wo und wie Filmemacher sich in einem Spannungsfeld gegensätzlicher Standpunkte verorten. Auf welche Weise positionieren sie sich gegenüber Protagonisten, die in fundamentaler Opposition zueinander stehen? Ergreifen sie Partei? Kann man beiden Seiten gerecht werden, ohne eine Seite zu verraten? Spannende Fragen, mit denen sich die Festivalmacher im Gespräch mit dem Publikum und den anwesenden Filmemachern auseinandersetzen wollen. Denn – und auch das ist eine Konstante – nach jeder Filmvorführung ist ausgiebig Zeit für Diskussionen.

In diesem Jahr laden 14 Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einer viertägigen Entdeckungsreise in dokumentarische Gefilde. Der thematische Fokus führt ins Private – wie etwa bei „ER SIE ICH“ (19. März, 10:30 Uhr), in dem die Filmemacherin Carlotta Kittel zwischen ihren getrennten Eltern einen Dialog in Gang setzt, der so nie stattgefunden hat. Genauso rücken aber auch gesellschaftliche oder politische Themen in den Fokus – beispielsweise in „Beyond Punishment“ (18. März, 14 Uhr), einem Film, der sich so essentiellen Fragen wie denen nach Schuld, Sühne und Vergebung widmet. Für Sonntagnachmittag haben die Nonfiktionalisten erneut ein befreundetes Filmfestival eingeladen, den letzten regulären Programmplatz zu bespielen. Diesmal präsentiert die dokumentarfilmwoche hamburg mit „Szenario“ (19. März, 16:30 Uhr) ihren Blick auf das Motto.

Finaler Glanzpunkt am Sonntagabend ist die Preisverleihung um 19:30 Uhr. Neben dem Nonfiktionale-Preis der Stadt Bad Aibling in Höhe von 2.000 Euro und dem von Schülern vergebenen, mit 700 Euro dotierten Bürgerpreis wird der AVID-Schnittpreis für die beste Montage verliehen.

Neu im Jubiläumsjahr: ein parallel zum regulären Programm laufendes Kinderprogramm, das sich insbesondere an Grundschüler richtet. Von Freitag bis Sonntag, jeweils um 15:00 Uhr, sehen Nachwuchs-Cineasten medienpädagogisch begleitete Kurzfilme. Alle Vorführungen werden im Aibvision Filmtheater (Bahnhofstraße 15) gezeigt, wo auch das Festivalbüro zu finden ist. Für Nachtschwärmer lohnt sich der Weg ins Jugendzentrum JiMs Bergwerk. Hier läuft am Freitag und am Samstag ab 23:00 Uhr ein Best-of  aus Kurzfilmen der letzten neun Nonfiktionale-Jahre.

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