Vom Nockherberg zum Tafelberg

Eike Schlüter

Fotos: privat

Ein Pärchen aus München reist mit dem Auto ein halbes Jahr quer durch Afrika.

Reisen ist ihre große Leidenschaft. Bereits seit elf Jahren nutzen Amrei Stäbler und Max Erbe aus München jede Gelegenheit, um gemeinsam die Welt zu entdecken. Besonders der afrikanische Kontinent hat es der 29-jährigen Projektleiterin und dem 32-jährigen Marketingmanager immer wieder angetan. Erst im vergangenen September tourten die beiden Weltenbummler drei Wochen lang durch Madagaskar.

Jetzt sind Amrei und Max zum Abenteuer ihres Lebens aufgebrochen. Die beiden haben ihre Jobs gekündigt, um sechs Monate lang mit „Rotkäppchen“, ihrem neuen Geländewagen, quer durch Afrika zu reisen und dabei Spendengelder für einen guten Zweck zu sammeln. „Happy Venture – vom Nockherberg zum Tafelberg“ lautet der Titel ihrer einzigartigen Entdeckungstour durch den schwarzen Kontinent. Das Heimatmagazin himmeblau wird die Globetrotter, die beide in Prien am Chiemsee geboren wurden und in Rosenheim aufwuchsen, dabei begleiten – nicht nur im gedruckten Magazin, sondern auch immer wieder aktuell hier auf unserer Website sowie auf unseren Facebook- und Instagram-Kanälen.

Mitte Februar ging es los. Bei einem vorerst letzten Schweinsbraten im „Paulaner“ am Nockherberg verabschiedete sich das Paar von Freunden und Familie und machte sich auf nach Genua. Von dort ging es mit der GNV-Fähre über Barcelona nach Tanger in Marokko. Rund drei Wochen erkunden Amrei und Max nun die vielen historischen Sehenswürdigkeiten des nordafrikanischen Königreichs, bevor sie dann durch insgesamt 28 Länder bis zum Tafelberg im südafrikanischen Kapstadt weiterreisen. Für ein halbes Jahr tauschen die beiden Abenteuer-Junkies ihre untervermietete Altbauwohnung nahe des Münchner Nockherbergs gegen ein drei Quadratmeter großes Dachzelt, das sie sich mit der tatkräftigen Unterstützung von Max‘ Bruder Florian auf ihrem „Rotkäppchen“ installiert haben – einem schwarzen Land Rover Defender mit rotem Dach. Der Geländewagen wurde zudem mit einer Küche und Solarzellen ausgestattet und soll die beiden sicher durch Steppe, Dschungel und Savanne, über Gebirgszüge und Flüsse manövrieren.

Unter dem Motto „Donate a smile per driven mile“ will das Paar auf seiner fast 30.000 Kilometer langen Expedition auch Spendengelder sammeln. Konkret haben sich Amrei und Max für drei Spendenprojekte entschieden, von denen sie sich während ihrer großen Reise dann auch ein persönliches Bild vor Ort machen werden. Die Organisation „Street Child Deutschland e.V.“ setzt sich für Bildungsangebote für Kinder in Sierra Leone, Nigeria, Liberia, Uganda, Sri Lanka und Nepal ein. Da sowohl Amrei als auch Max große Fahrradliebhaber sind, wollen sie zudem der Hilfsorganisation „World Bycicle Relief“ unter die Arme greifen, die Menschen in ländlichen Entwicklungsländern mit Fahrrädern eine größere Mobilität ermöglicht. Das dritte Projekt ist die Organisation „Pro Wildlife“, die sich weltweit für den Schutz von Wildtieren und deren Lebensräumen stark macht. Konkret wollen Amrei und Max hier das lokale Affenschutz-Programm „J.A.C.K. Schimpansen-Rettung“ im Kongo unterstützen.

Wer spenden möchte, kann dies hier tun. Dort finden sich auch ausführliche weitere Informationen über die Spendenprojekte sowie ein laufend aktualisierter Reise-Blog.

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