Umweltschutz beginnt im Einkaufskorb

Julia Schuster

Fotos: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, iStock

Das Bayerische Bio-Siegel steht für allerhöchste Qualität und Ansprüche.

Gehören Sie zu den Menschen, die durch die aktuelle Lage mehr zu Hause kochen und essen als vorher? Dann geht es Ihnen vielleicht so, wie vielen anderen: Wer selbst einkauft, achtet mehr auf Herkunft und Produktionsbedingungen der Lebensmittel. In den letzten Monaten ist die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln aus der eigenen Region daher deutlich gestiegen. Aber wie können Sie sicher sein, dass Ihr Einkauf auch wirklich Ihren Ansprüchen genügt, dass Ihre Bio-Lebensmittel eben auch aus Ihrer Nähe kommen? Ganz einfach! Denn „bio“ und „regional“ gehören beim Bayerischen Bio-Siegel zusammen. Produkte, die das Gütesiegel tragen, stehen für die Leistungen des ökologischen Landbaus verbunden mit regionaler Qualität aus Bayern. Damit bietet Ihnen das Siegel eine wertvolle Orientierungshilfe beim Einkauf Ihrer Lebensmittel. Durch die bewusste Auswahl leisten Sie so täglich und genussvoll einen Beitrag zum Umweltschutz.

Grundlage für das bayerische Bio-Siegel sind die Richtlinien der bayerischen Öko-Anbauverbände Bioland, Biokreis, Demeter und Naturland. Weiß-blau gekennzeichnet leuchten Bio-Lebensmittel wie Mehl, Milch, Gemüse, Brot und Fleisch aus den Regalen und Frischetheken und stehen für hochwertige Qualität aus der Heimat. Der eigene Genuss kommt hier dem Umweltschutz zu Gute. Denn mit unserem Konsumverhalten unterstützen wir die engagierte Arbeit unserer bayerischen Landwirtsfamilien, die sich konsequent einer ökologischen Wirtschaftsweise verschrieben haben. Wer zudem saisonal einkauft, hat die beste Frische- und Geschmacks-Garantie.

Artenschutz, Biodiversität, Gewässerschutz und Klimaschutz: All dies sind starke Leistungen des Ökolandbaus. Klimaschutz bedeutet für die mit dem Bayerischen Bio-Siegel gekennzeichneten Produkte konkret, dass die Rohstoffe aus Bayern stammen und hier verarbeitet werden. Die Herkunft ist lückenlos nachvollziehbar. Alle Wege bleiben kurz, und davon profitiert das Klima.

Ein gesunder Boden ist Lebensraum für eine riesige Anzahl von Tier- und Pflanzenarten. Das schafft die ökologische Landbewirtschaftung durch ihren bewussten Umgang mit dem Boden. Bio-Bauern verzichten auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, sie halten die auf dem Acker unerwünschten Pflanzen, Schädlinge oder Pilze auf natürliche Art in Schach. Im Bio-Anbau bringen vielfältige Fruchtfolgen, der Anbau von Zwischenfrüchten und Gründüngung Leben in den Boden. Das gefällt den Regenwürmern: In der Erde der Bio-Äcker finden sich laut einer umfangreichen Analyse im Rahmen des Thünen-Reports 65 bis zu 90 Prozent mehr dieser fleißigen Helfer für Bodenlockerung und Humusaufbau. Die vielen Blühpflanzen auf Bio-Äckern ziehen Insekten an, und das wiederum freut die Feldvögel wie Lerche oder Kiebitz, denen die kleinen Tierchen als Nahrung dienen.

Um den Boden durch starken Regen oder Wind vor Erosion zu schützen, bauen die Ökolandwirtinnen und -landwirte Zwischenfrüchte an. So bleibt der Boden stets bedeckt. Chemisch-synthetische Pestizide sind absolut tabu, genau wie mineralische Stickstoffdünger. Begrenzungen beim Tierbestand verursachen weniger Gülle oder Mist, die auf die Wiesen und Äcker ausgebracht werden müssen. All das schützt unser Grund- und Oberflächenwasser. Durch den eingesparten Energieaufwand für die Erzeugung mineralischer Stickstoffdünger wird außerdem das Klima geschützt.

Es ist gar nicht so schwer, etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Umweltschutz beginnt bereits im Einkaufskorb. Achten Sie bei Ihrem nächsten Einkauf einfach auf das Bayerische Bio-Siegel.

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