So besiegen Sie Ihren „inneren Schweinehund“

Daniel Gärtner

Foto: Daniel Gärtner

Wer kennt das nicht? Man sollte eigentlich Sport treiben und etwas für seine Fitness tun, kann sich aber nicht so recht motivieren. Diese Tipps helfen, um den „inneren Schweinehund“ zu besiegen:

• Setzen Sie sich kleine Teilziele und visualisieren Sie diese. Hängen Sie zum Beispiel ein Bild von einem Berg, den Sie besteigen möchten, oder ein Foto von einer Klettertour oder von Ihrem Sportidol an den Badezimmerspiegel. Gerne können Sie auch ein älteres Bild von sich selbst aufhängen, auf das sie stolz sind, weil sie damals vielleicht weniger gewogen haben.

• Stellen Sie sich das erfüllende und zufriedenstellende Gefühl vor, das nach dem Sport eintritt.

• Suchen Sie einen geeigneten Partner oder eine Gruppe, mit der man die Anstrengung gemeinsam meistern kann. „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ und „Glück verdoppelt sich, wenn man gemeinsam daran arbeitet.“

• Bleiben Sie immer flexibel und haben Sie einen „Plan B“ in der Hinterhand. Wenn es das Wetter nicht zulässt, trainieren Sie zu Hause oder im Fitnessstudio. Es muss auch nicht immer exakt das gleiche Training sein – Abwechslung tut dem Körper gut. Sofern die Skitour heute nicht klappt, kann man sich zu Hause auch einen anstrengenden Plan schmieden, bei dem durch eine Vielzahl von Beinübungen ähnliche Trainingseffekte erreicht werden.

• Terminieren Sie Ihre sportlichen Aktivitäten. Erstellen Sie sich einen Wochenplan und notieren Sie sich die sportliche Aktivität. Halten Sie für jede Outdoor-Sportart auch eine Indoor-Alternative bereit, falls das Wetter nicht mitspielt. So gibt es keine Ausreden mehr.

• Lernen Sie mit Stolz neue Bewegungen und Übungen.

• Gönnen Sie sich kleine Belohnungen nach einem Training beziehungsweise einer Trainingsstrecke (neue Sporthose, Kino, Theater, …).

• Musik kann bei einer Trainingsflaute leistungssteigernd wirken und die Motivation erhöhen. Mit einem coolen Rhythmus und tollen Beat lässt es sich einfacher laufen oder gar die Skitour leichter meistern. Mein Spezial-Tipp: Für noch bessere Motivation eignen sich „Lauf-Storys“. Diese gibt es mittlerweile in vielen Bücherportalen. Dabei fühlt man sich, also ob man mitten in der Geschichte stecken würde. Beispiel: „Flucht aus dem Gefängnis“, Dauer 60-90 Minuten. Sie sind der Gefangene und entkommen der Polizei. Dabei haben Sie Sprintstrecken vor sich und setzen diese auch in Ihrem realen Lauf um. Eine wahnsinnige Motivationssteigerung – und für alle, die Fantasie haben, auch ein kleiner Adrenalinkick.

• Denken Sie positiv, wenn Ihnen mal die Motivation fehlt. Anstatt sich immer wieder zu sagen, man fühle sich kaputt und habe keine Lust, wäre es sinnvoller, dieses Muster in eine positive Fragestellung zu verwandeln. Beispiel: Wie lange kann ich heute am Stück laufen oder auf welchen Gipfel schaffe ich es wohl heute bei der Skitour? Komme ich weiter als beim letzten Mal?

• Bleiben Sie realistisch, um langfristig Spaß am Sport zu haben. Erfolgreiche Menschen zeichnen sich durch realistisch gesteckte Ziele aus. Diese sollten etwas höher als tägliche Arbeitsziele sein, denn dann strengt man sich an, kann diese aber erreichen und fühlt sich gut. Sie dürfen nicht zu niedrig sein, da andernfalls das Erreichen keinen Wert hat. Sie sollten aber keinesfalls zu hoch gesteckt sein, denn sonst entstehen Enttäuschungen durch das Versagen und die Motivation ist dahin. Zu hohe oder zu niedrige Ziele sind meist der Grund, weshalb Anfänger häufig in den ersten Wochen die Motivation verlieren. Die Mitte ist der richtige Weg!

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