Powerfood für die Region

Julia Schuster

Foodtruck "Mahl Anders"
Fotos: Mahl Anders

Mit ihrem Foodtruck „Mahl Anders“ sind Susanne und Norbert Wieczorek das Highlight auf jeder privaten Feier oder öffentlichen Veranstaltung.

„Essen ist nicht nur bloße Nahrungsaufnahme. Essen sollte ein Genuss sein“, findet Susanne Wieczorek. Mit ihrem Mann Norbert und einem Foodtruck tourt die gebürtige Fränkin durchs Inntal und darüber hinaus. Wer jetzt an eine gewöhnliche Pommesbude denkt, liegt weit daneben: Das Ehepaar aus Neubeuern macht es nämlich „Mahl Anders“ und setzt auf gesundes Powerfood aus frischen, regionalen Produkten. Mit ihrem rostroten Foodtruck stechen die beiden somit nicht nur optisch aus der Menge heraus, sondern auch mit ihrem Speisenangebot.

In Zeiten, in denen die Menschen wieder mehr Wert auf eine gesunde Ernährung legen, kommt dieses Konzept gut an. Die Basis der „Mahl Anders“-Küche ist der hausgemachte Stampf aus bayerischen Süßkartoffeln, „einer richtigen Vitalstoffbombe“, wie Susanne sagt. Kombiniert mit leckerem Grill-Gemüse und einer Protein-Beilage wie Ziegenkäse-Taler, Fisch aus den heimischen Seen, schonend gegarter Putenbrust oder rauchigem Rindfleisch aus dem 800 Grad heißen Beefer ergibt dies eine reichhaltige Power-Mahlzeit. „Wir machen Streetfood, wie es ursprünglich gedacht war: mit frischen, regionalen Zutaten, direkt im Truck zubereitet“, betont Norbert. Alles wird selbstgemacht. Tiefkühlware, industriell verarbeitete Lebensmittel oder Geschmacksverstärker sind hier Fehlanzeige. Besonders beliebt: die saftigen Burger mit Süßkartoffelpommes oder die bayerischen Garnelen. „Hat man einmal diese Garnelen probiert, wird man nie wieder andere essen wollen“, schwärmt die Küchenchefin. Zum Nachtisch stehen beispielsweise Susannes köstliche Zitronencreme mit Superfood-Topping oder süße Waffel-Lollies auf der Speisekarte. Außerdem gibt es bei „Mahl Anders“ immer mindestens ein Gericht ohne Fleisch, meistens sogar ganz ohne tierische Produkte.

Veit Wieczorek im "Mahl Anders"-Foodtruck

Schon längst sind die Wieczoreks nicht mehr nur auf Streetfoodmärkten unterwegs. Immer mehr Firmen und Privatleute buchen das Paar samt ihrem Foodtruck für ihre Feiern. „Unser Truck galt schon so manches Mal als gesellschaftlicher Höhepunkt auf Hochzeiten oder Firmenfeiern“, erzählt Norbert. Denn am Truck treffe man andere Gäste auf einen Ratsch statt immer nur dieselben Tischnachbarn. Das mache ein Fest sehr viel geselliger, findet Susanne. Auch die Gastgeber profitieren: Neben dem Genuss von köstlichem Powerfood müssen sie sich um nichts kümmern. „Unser Truck ist vollkommen autark und wir haben alles dabei: vom CO2-neutralen Geschirr aus Palmblättern über Besteck bis hin zur Dekoration. Und am Ende nehmen wir alles wieder mit“, fügt die quirlige Fränkin hinzu. Mehrere hundert Leute können Wieczoreks so verköstigen. Und wenn es doch mal zu viele sein sollten, stellt das Ehepaar mit befreundeten Kollegen ein eigenes kleines Streetfood-Festival oder auch einen Weihnachtsmarkt auf die Beine. Firmen wie Marc‘o‘Polo, Lieblingsstück, Mercedes, Hilti oder die Schön Klinik zählen zu den begeisterten Kunden. Auch in Tirol sind Wieczoreks mit ihrem amerikanischen Straßenkreuzer unterwegs. In der Kletterhalle Rosenheim werden die Kraxler sogar täglich mit einer gesunden „Mahl Anders“-Suppe verköstigt.

Demnächst bereichert den Foodtruck ein ganz besonderes Schmuckstück: eine riesige Feuerschale, die nicht nur optisch als Hingucker dient, sondern auch als vielseitiger Grill für allerlei Leckereien. Neu sind auch die Bowls, ein Food-Trend aus Amerika, bei dem gesunde Nahrungsmittel zu leckeren Gerichten in einer Schüssel zusammengestellt werden. „Wir wollen, dass die Leute begeistert sind“, sagt Norbert. Ein Ziel, für das Wieczoreks ihr ganzes Herzblut investieren und das sie immer wieder aufs Neue erreichen.

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