Mähen, düngen und vertikutieren

himmeblau Redaktion

Foto: Antonie's Meistergärten

Gartenbaumeisterin Antonie Mendl von „Antonie‘s Meistergärten“ in Rott am Inn gibt in jeder Ausgabe wertvolle Tipps. Teil 2: Die richtige Rasenpflege

Die Rasenfläche ist ein Naturprodukt, das ohne ausreichende Pflege nicht auskommt. Damit Sie Freude an Ihrem Rasen haben, sind einige wichtige Punkte zu beachten. In der Zeit von März bis Oktober sollten Sie Ihren Rasen in regelmäßigen Abständen düngen. Am besten mit einem handelsüblichen Langzeit-Rasendünger. Für die letzte Gabe im Herbst ist ein mit Kalium (K) betonter Dünger empfehlenswert, da dieser unter anderem die Winterhärte der Gräser erhöht. Da die meisten Düngemittel eine unterschiedliche Zusammensetzung und Wirkungsdauer aufweisen, sollten Sie die Düngeanweisung in jedem Fall beachten.

Mähen Sie Ihren Rasen auf 3,5 bis 4 Zentimeter und entsorgen Sie gründlich das Schnittgut, anschließend bringen Sie den Dünger am besten mit einem Düngerwagen aus, um eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten. In zwei Arbeitsschritten fahren Sie jeweils kreuzweise über den Rasen und wässern ihn anschließend gründlich.

Noch ein wichtiger Tipp: Vermeiden sie es, den Rasen kürzer als 3,5 Zentimeter zu schneiden, da einige Gräser bei einer Halmlänge von 2 Zentimetern dauerhaft geschädigt werden. Es kommt so zur Verbreitung von Moos und Unkräutern im Rasen.

Auch wenn der Rasen regelmäßig gemäht wird, kommt es im Laufe der Zeit zum Verfilzen der Grasnarbe. Durch Vertikutieren kann der Rasenfilz entfernt werden. Der Vertikutierer wird dabei bis zur Bodenoberfläche eingestellt (die Messer dürfen höchstens 3 Millimeter in den Boden eindringen), um breitblättrige Wildkräuter, Moos und horizontale Ausläufer der Grasnarbe zu entfernen. Anschließend sollte man ein Sand-Humus-Gemisch im Verhältnis 2/3 zu 1/3 aufbringen, um Lücken und Unebenheiten auszugleichen, und mit Rasensamen nachsäen. Dann regelmäßig wässern – am besten einen Regensprenger benutzen, der verstellbar ist.

Wenn Sie die zuvor genannten Punkte beachten, wird sich schon bald ein schöner Rasen entwickeln. Sollten Sie dennoch Probleme mit Ihrem Rasen bekommen oder Fragen zur Pflege haben, können Sie sich jederzeit gerne an mich wenden.

Herzlichst, Ihre Antonie Mendl

 

Alle Kolumnen von Antonie Mendel:

Teil 1: So wird der Garten fit für den Frühling

Teil 2: Die richtige Rasenpflege

Teil 3: Schneiden von Formgehölzen

Teil 4: Familienspaß Schwimmpool

Teil 5: Düngen im Herbst

Teil 6: Einwintern von Kübelpflanzen

Teil 7: Gartengestaltung fürs Frühjahr

Zurück