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himmeblau Redaktion

Fotos: Bavarian Couture

„Bavarian Couture“ – ganz Bayern spinnt auf dieses Label! Zwei Geschwister machen fesche Fashion von Dahoam.

Während unsereins in langweiligen Schulstunden heimlich Schiffe versenken oder Käsekästchen gespielt hat, kritzelte der Schwabhausener Christoph Forstner in einer folgenschweren BWL-Stunde sein erstes T-Shirt-Design auf einen Block: ein Hut, darunter der Spruch „Die mitm Huat san guat“. Dass daraus mal das genauso lässige wie erfolgreiche Mode-Label „Bavarian Couture“ würde, das dem bairischen Dialekt einen frischen Zauber verleiht, hätte sich der heute 26-Jährige damals nicht träumen lassen. „Bayerische Sprüche auf Shirts drucken zu lassen, war zu dem Zeitpunkt nur eine Gaudi-Idee.“

„In den ersten zwei Jahren haben wir nur an Spezln verkauft. Da malten wir die Motive noch im Wohnzimmer unserer Eltern mit Microsoft Paint auf die Shirts und verkauften auch von dort aus“, erinnert sich Christoph. Mit „wir“ meint er sich und seine zwei Jahre jüngere Schwester Laura, die genau wie er von Anfang an mit Feuereifer an der Marke „Bavarian Couture“ gebastelt hat.

Eine kleine Brezn, die wie ein Herz geformt ist, spielte dabei schon immer eine große Rolle. Sie bildet das charmante Logo des trendigen Labels und prangt unter jedem Motiv beziehungsweise Spruch. Sie symbolisiert, worum es den beiden Jung-Unternehmern geht: Um die große Liebe zur Heimat, zur bayerischen Tradition und natürlich zum bairischen Dialekt. „Wir wollen mit unserer feschen Fashion zeigen, wie cool, sexy und schön die bairische Mundart ist“, betont Christoph, der mit seiner Schwester im Dachauer Hinterland aufgewachsen ist. „Hier reden fast alle richtig Bairisch“, sagt Laura, „und zwar mit Stolz.“


Mit diesem bayerischen „Dahoam- Gefühl“
im Herzen konnten Laura und Christoph seit 2011 ein extrem erfolgreiches Mode-Label schaffen, das sich vor allem durch liebevolle Kreativität und bodenständige Authentizität auszeichnet. Das Geschwisterpaar teilt sich die Aufgaben: Christoph übernimmt Dinge wie Einkauf, Produktion und Marketing, während Laura designt und neue Motive für Hoodies, T-Shirts und Co. entwirft. Auf der Suche nach neuen Sprüchen sind sie beide. Immer und überall. Dabei gibt das echte Leben meist die schönsten Impulse: Im Biergarten, beim Ratschen mit Spezln, in bayerischen Kultfilmen schnappen die beiden immer wieder witzige Sprüche auf, die sie dann für neue Kollektionen verwenden können.

Viel Fleiß, Herzblut und Engagement haben „Bavarian Couture“ zur Erfolgsmarke gemacht: T-Shirts, Hoodies, Kleider, Caps und andere wundervolle Accessoires gibt es für Burschen, Madln und mittlerweile auch für die Bambini. „Deng da nix, i deng ma ja a nix“ oder „Heid gehma moang erst ins Bett“ sind nur zwei Sprüche von vielen. Besonders gut kommen auch „Schmusen warad jetz schee“ und „Freindlich sei is a Lifestyle“ oder der bayerische Grantelfluch an.

„Unsere Kunden sind die besten der Welt. Sie sind bayerisch, weltoffen, jung und wild. Meistens sans freindlich und für die Mode interessieren sie sich natürlich auch“, beschreibt Christoph die Zielgruppe, die besonders gern über den Onlineshop bestellt.


„Bavarian Couture“ gibt es aber längst
auch in einigen ausgewählten Läden in München, Eggenfelden, Passau und Rosenheim. Schee sans, die Klamotten. Lässiger, schlanker Schnitt, gmiatlich, modern und bayerisch. Burschen und Madln sehen einfach fesch drin aus. Bei der Produktion ihrer Kollektion achten die Geschwister auch auf Regionalität und Nachhaltigkeit: Die Shirts sind aus 100 Prozent fair gehandelter Bio-Baumwolle und gleich in der Nachbarschaft in Dachau-Ost werden die Kleidungsstücke bedruckt, bestickt oder beflockt. „Nur so können wir die ausgezeichnete Qualität gewährleisten, die wir uns für „Bavarian Couture“ wünschen“, sagen die Geschwister.

Der außergewöhnliche Style, die Lässigkeit und die gute Qualität überzeugen nicht nur viele private Kunden. Auch richtig große Partner streiften schon „Bavarian Couture“ über. 2017 waren sie offizieller Kooperationspartner von 1860 München.

„Am schönsten ist´s, wenn wir im Biergarten oder sonst irgendwo unterwegs sind und Leute mit unseren Shirts sehen, die eine Gaudi damit haben“, freut sich Christoph. Für sie sei es auch immer noch das Wichtigste, die Gaudi an der Arbeit zu behalten. Für die Zukunft planen die beiden nicht viel. „Ohne große Pläne können wir stressfreier und kreativer arbeiten“, finden sie. Frei nach dem Motto: „Mia glangts, dass i woas, dass i kannt, wenn i mecht“ – übrigens auch ein Spruch von Bavarian Couture.

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