Kopf an Kopf ins Meisterschaftsfinale

Christian Topel

Fotos: Christian Topel

Ab September geht’s richtig rund: Ein Dreigestirn biegt in die Zielgerade der diesjährigen himmeblau Freizeitliga-Saison ein.

Nur fünf Pünktchen trennen das Spitzentrio. Und alle drei treffen noch aufeinander im heißen Endspurt dieser Saison. Vorneweg läuft ein Team mit langer Tradition im Rosenheimer Freizeitfußballbereich – aber ungleich übersichtlicher Titelsammlung. Zweimal Ligapokal, einmal Supercup, einmal Hallenmasters steht in den Annalen. Der große Wurf – die Feldmeisterschaft – fehlt bislang. Insofern gingen die Rosenheimer Panthers um Gründungsmitglied und Vorstand Alfred Holzinger sicherlich als Underdogs in die Saison – ließen alle voreiligen Unkenrufer jedoch auf beeindruckende Weise verstummen. Nur eine Niederlage trübt die ansonsten weiße Weste. Ob die Titelfeier angesichts dessen nicht schon gebucht ist? Keinesfalls, betont Holzinger, der auch im Gremium der himmeblau Freizeitliga sitzt und lieber die Fairneß innerhalb der Liga lobt als auf den eigenen Erfolg zu schielen. „Wir müssen nicht Meister werden“, sagt er, „aber wenn es machbar wäre, würden wir diesen Titel natürlich sehr gerne in unsere Sammlung aufnehmen.“

Ähnlich leise Töne stimmt Helmut Laux vom FC Mangfall Kolbermoor an. Er sieht sein Team eher als Außenseiter im Titelrennen. Dabei führte der Kapitän die Kolbermoorer doch zum Kantersieg über die Panthers. Nach dem 6:0 hoffte die Liga kurz, damit würde das Knurren der Wildkatzen zum sanften Schnurren verkümmern. Auch den Rekordmeister AC Barolo besiegten die Kolbermoorer relativ souverän. Als großes Manko macht Laux jedoch die Leistung gegen die „Kleinen“ der himmeblau Freizeitliga aus. „Da tun wir uns einfach zu schwer“, moniert der Mittelfeldstratege aus der Mangfallstadt. Ein paar personelle Engpässe machen in der Situation nicht unbedingt Mut. Andererseits weiß Laux: „Wenn wir vollzählig sind, können wir jedes Team besiegen!“

Ein Satz, der auch von Stephan Siek stammen könnte. Der Spielertrainer des AC Barolo sieht sein Team in der Pflicht. Zwei Niederlagen – eine gegen den Erzrivalen aus Kolbermoor, eine gegen den Tabellenführer Panthers – das schmerzt die erfolgsverwöhnte Barolo-Seele. Eine regelrechte Verletzungsmisere die gesamte Hinrunde über lässt Kapitän Christian Topel aber nicht als Ausrede gelten. „Es hat ein paar Mal einfach an der richtigen Einstellung gefehlt“, analysiert der Mittelfeldmotor des Rekordmeisters. Sicher, die Panthers stünden in dieser Saison hinten sehr kompakt, und Mangfall Kolbermoor schicke in Bestbesetzung ein robustes, technisch versiertes Team aufs Feld, „mit unserer Schnelligkeit und unserem Kombinationsfußball sollten wir aber alle Mittel haben, diese Nüsse zu knacken“, so Topel. Trainer Siek traut seinen Schützlingen dementsprechend noch alles zu. „Die Jungs und das Mädel sind heiß, wir trainieren gut, und wir wollen auch am Ende dieser Saison wieder ganz vorne stehen.“

Spätestens am 3. Oktober wird sich zeigen, wer am Ende die Nase vorne hat.

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