Knack in der Optik

himmeblau Redaktion

Fotos: Lukas Schramm, Simon Vorhammer, Burko Jaeger (Büro)

Sie gestalten für Menschen, Marken und Unternehmen. Das Münchener Studio KNACK vereint interdisziplinäres Denken mit Kreativität.

Ein Wohnzimmer in München, Giesing, drei junge Architekten, drei Laptops und der Mut groß zu denken – daraus gestaltete sich 2013 der Urknall für das „Studio KNACK“. Von Beginn an war es die Absicht von Julian Dostmann, Simon Frick und Andreas Müller, frei entwerfen zu können und eigene Ideen zu verwirklichen. Ziel: Alles zu gestalten, was gestaltet werden kann, dabei interdisziplinär zu denken und zu arbeiten. Heute sitzt das Studio KNACK mit seinem fünfzehnköpfigen Team mitten in München, im Hauptbahnhofsviertel, zwischen orientalischen Imbissbuden und türkischen Gemüsehändlern. Büroräume und Umfeld könnten konträrer kaum sein. Doch gerade das gefällt den Besuchern – auf dem Weg zu einem Termin durch die lebendigen, lauten Straßen des Viertels zu spazieren, vorbei an den vielen verschiedenen, bunten Läden, der Vielzahl an türkischen und arabischen Schriftzeichen, um schließlich das Gebäude der Goethestraße 20 zu betreten. Hier, im zweiten Stock, erschließt das Studio – nach dem sympathischen Chaos draußen – eine Welt der Klarheit.

An mehreren Pinnwänden prangt der Leitfaden des Studio KNACK, quasi das Einvernehmen des Teams, eine Art niedergeschriebene Grundeinstellung, die Philosopie und Vision in Worte fasst – zur ständigen Selbstvergewisserung, aber auch, um Kunden zu erklären, was die „Knackpunkte“ des Studios sind: „Nie aufhören, besser zu werden.“ „Den Mut haben, anders zu denken und Dinge zu hinterfragen.“ „Füreinander da sein.“ „Sich nur mit dem Besten zufrieden geben.“ „Den Beruf als Handwerk verstehen.“ „Die Form stets im Konzept suchen.“ So lauten ein paar Zitate aus dem Manifest. „Wir entwerfen für Menschen, Marken und Unternehmen“, konkretisieren die drei Gründer. Das vielseitige Team entstammt Bereichen wie  Hochbau und Innenarchitekur, Ausstellungsgestaltung, Design-Visualisierung, Produktdesign und Kommunikationsdesign. Auch  die Bauherren- und Markenberatung sowie die Erstellung von Strategien zur Bearbeitung von Projekten gehören zum Job.

Aus den drei Gründern sind im Laufe der Jahre nicht nur erfahrene Architekten, sondern auch Unternehmer geworden. Sie sind jetzt Geschäftsführer, Arbeitgeber, Designer, Projektleiter und manchmal auch Seelsorger oder Mediatoren – für Kollegen oder Kunden. Der Plan, interdisziplinär  zu arbeiten, ist aufgegangen. Zwar haben sich verschiedene Geschäftsbereiche  um die einzelnen Köpfe herum geformt – so  leitet Andreas Müller die Abteilung der klassischen Architektur, Simon Frick deckt die Themen Innenarchitektur und Marke im Raum  ab, während Julian Dostmann Grafik und Ausstellungsgestaltung übernimmt – doch die Bereiche verschmelzen regelmäßig und befruchten sich gegenseitig. Auf diese Weise ist Studio KNACK im Stande, ein sehr breites Leistungsspektrum  anzubieten und komplexe, vielseitige Projekte  ohne Fremdleistung selbst abzuwickeln.

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