In Eching scheppert´s wieder

himmeblau Redaktion

Fotos: Veranstalter

Das Brass Wiesn Festival beweist abermals seine generationen- und genreübergreifende Strahlkraft. Da schunkeln Oma und Enkel, da feiern Brave und Wilde in blechmusikalischem Einklang.

Genregrenzen sprengen, Musikstile querhören, in guter Laune friedlich feiern: Die viertägige Brass Wiesn am Echinger See im Norden Münchens hat sich zum Publikumsmagneten für alte und junge Freunde blasmusik-geprägten Sounds entwickelt. Bayerisch und fröhlich, friedlich und generationenübergreifend, musikalisch traditionell und zugleich multikulturell erfreut sich die ganze Familie an diesem noch so jungen und doch schon so beliebten Blasmusik-Event. Bei Steckerlfisch und Bier, Brass-Burger und Baumstriezel, mit Biergarten, Heuballenromantik und Zeltln am Echinger See samt Jodel-Workshops lässt man Fünfe gerade sein.

Über 60 Bands geben mit Spaß, Virtuosität und guter Laune alles: ob auf der großen Freiluft- oder der Festzeltbühne, in den urigen Almhütten oder auf der luftigen Almbühne. Sie blasen traditionell oder trendig, grooven rockig, bluesig oder funky, spielen folkloristisch-international oder schwelgen auch mal romantisch, sind weltbekannt und weitgereist oder aus dem hiesigen Schützenverein.

Die Brass Wiesn ist ein Eldorado für neugierige Entdecker junger, frischer Blasmusikensembles – nicht selten die musikalischen Perlen von morgen. Hier vermischen sich Volksmusik-Rebellen mit Heimatverbundenheit und internationale Musikstile zu einem frechen Sound. Festivalleiter Alexander Wolff will auch einer neuen Generation von Bläsern ein Podium geben, die Moll-Akkorde zulassen, weil die Welt kein seichter Schunkel-Reigen ist, sondern auch laut, wild, traurig und unberechenbar sein kann.

Die Vielfalt zeigt sich allerorts: Kunterbunt ist Trumpf, auf und vor der Bühne sowie auf dem gesamten Gelände. So viele schöne barfüßige Dearndln in hübschen Dirndln! So viele Lederhosn in Turnschuhen und T-Shirts neben traditionsbewussten Trachtlern. Die Liebe zum Detail sticht ins Auge: Geranien an den Almhütten (wieder dabei: die himmeblau Gamsbluat-Alm), Rosmarin-Deko auf den Tischen, Lichterketten und Holzschilder, ein Maibaum, ruhige Lagerfeuer- und Heuballenromantik schaffen eine entspannt gemütliche Atmosphäre, alte Bulldogs und Dampfmaschinen eine urig-kultige Szenerie. Wenn mit dem Sonnenuntergang die Luft abkühlt, steigen Stimmung und Partylaune in bebenden Hütten, im feuchtfröhlichen Zelt und auf der Freifläche vor der Bühne. Zur Abkühlung hilft ein Sprung in den Echinger See.

Auch das kulinarische Angebot ist vielseitig: von typisch bayerischen Schmankerln wie Schweinsbraten mit Knödl, Bratwurst und Baumstriezel, Fleisch- oder Fruchtspieß bis hin zum Veggieburger bleibt kein Wunsch offen. Der kleine Bazar mit Trachtenmode, Hüten, Schmuck oder handgemachten „Glubbal“ lässt die Besucherherzen im Bayernrausch höherschlagen.

Los geht’s am Donnerstag, 1. August, ab 18 Uhr mit Live-Musik auf der Bierzeltbühne. Freitag und Samstag starten mit einem traditionellen Frühschoppen, ab Mittag werden dann alle Bühnen bespielt und das komplette Gelände geöffnet. Gemütlich klingt die Brass Wiesn am Sonntag mit Bierzeltbetrieb bis 17 Uhr aus. Der Komfort-Campingplatz mit Nachtruhe von 22 Uhr bis 9 Uhr eignet sich ideal auch für Familien.

Dieses Jahr mit dabei: dicht & ergreifend, Russkaja, DeSchoWieda, Kapelle Josef Menzl, Tom und Basti, CubaBoarisch 2.0, Pam Pam Ida, Erwin & Edwin, Musikatzen, Brass Against, de Fexxer, Die Jungen Böhmischen, Bast scho, Fäaschtbänkler, u.v.m

www.brasswiesn.de

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