Haus des Glücks

himmeblau Redaktion

Andreas Strasser und Stefanie Hausner
Fotos: Andreas Jacob

Andreas Strasser verbindet mit seiner Firma Lebens- und Arbeitswelten zu Wohlfühloasen, die ebenso schön wie außergewöhnlich sind – so wie die „Casa Felicita“ von Stefanie Hausner.

Eines hatten Stefanie Hausner und Andreas Strasser schon gemeinsam, bevor sie sich kannten: Sie lieben die schönen Dinge im Leben. Kein Wunder also, dass die beiden Gründer zu Geschäftspartnern wurden. In der „Casa Felicita“ im oberbayerischen Unterneukirchen wohnt seit Anfang dieses Jahres nicht allein das Glück, sondern auch das Einfach-Schöne. Auf 360 Quadratmetern und zwei Ebenen wurden vier völlig verschiedene Themen vereint: Herren-Maßanzüge, italienische Mode und im Herzen des Geschäftes eine Tagesbar mit Genussküche zum Brunch, Lunch oder abendlichen Antipasti sowie Brautmode im ersten Stock.

Klingt unmöglich, war es aber für die Firma STRASSER interior objektbau aus Neuötting ganz und gar nicht. Sie haben Stefanie Hausners Ideen in einem einmaligen Konzept umgesetzt. Das Geheimnis verrät Geschäftsführer und Inhaber Andreas Strasser selbst: „Wir haben zugehört.“ Etwas, das in der heutigen Zeit immer seltener wird. „Aber nur indem wir tiefgreifende Gespräche mit Stefanie Hausner, ihren Modeberaterinnen und dem Gastro-Team geführt haben, konnten wir verstehen, was die Menschen, die hier später arbeiten werden, brauchen. Und wenn sich die Mitarbeiter wohlfühlen, tun dies die Kunden auch“, weiß Strasser.

Und der Erfolg – schon in den ersten Wochen nach der Eröffnung – sollte ihm Recht geben. „Die Stammkunden aus unseren beiden Filialen kommen zu uns aufs Land und besuchen uns auf einen Cappuccino, einen Ratsch und natürlich, um die neuen Trends aus Italien zu erfahren“, sagt Hausner, die sich mit der Casa Felicita auf dem einstigen elterlichen Bauernhof einen Traum erfüllt hat.

„Es ist ein Lebenstraum entstanden, in dem wir mit Herzblut arbeiten“, betont die Inhaberin. Dass das Ergebnis der Casa Felicita so perfekt werden würde, konnte sich vor einem Jahr noch kaum einer vorstellen. Auch Hausners Eltern nicht, die bis 2012 in der jetzigen Fashion-Boutique Milchkühe und in der Herren-Maßanzug-Abteilung Kälber versorgten. Im einstigen Heuboden finden heute hunderte Brautkleider von der Meerjungfrau bis zur Prinzessinnen-Robe Platz und alle Kunden bei der Anprobe Ruhe und Privatsphäre. Viele edle Fenster wurden eingebaut, um die Kunden der Casa Felicita mit dem herrlichen Blick aufs Alpenvorland zu verwöhnen.

Die freischwebenden Kleiderstangen in der Casa Felicita ziehen sich wie ein roter Faden durch die verschiedenen Abteilungen. STRASSER interior objektbau hat diese auf Hausners Wunsch designt. Ästhetische Stahlrohre hängen in unterschiedlichen Längen mit wertigen schwarzen Kordeln verzurrt von der Decke und können je nach Belieben verändert, ausgetauscht oder auch ganz abgenommen werden. „Damit haben wir den typischen Ladenbau umgangen, der häufig zu starr ist. Das hat sich der Kunde gewünscht. Es gehört zu unseren Markenzeichen, ästhetisch schöne Lösungen zu finden, die vor allem praktisch sind. In diesem Fall bieten sie maximale Freiheit in der Gestaltung der verschiedenen Geschäftsräume“, erklärt Strasser, der selbst ausgebildeter Schreinermeister ist und über viel Erfahrung im Innenausbau verfügt.

Dass Strasser und sein Team ihr Handwerk verstehen, sieht man bei den vielen verschiedenen Projekten des noch recht jungen Unternehmens meist schon auf den ersten Blick. Die Kombination aus modernen Materialien wie Stahl, Beton, Stein und Holz gehört dabei zur Handschrift von STRASSER interior und objektbau, die von der Planung bis zum fertigen Innenausbau kompetente Ansprechpartner sind.

In der Casa Felicita trifft das warme, erdige Holz etwa in Form von Eichen-Dielen auf moderne Betonfliesen oder den gewagt giftgrünen Grasteppich an den Toiletten-Wänden. Und da, wo es passt, darf sich auch das Altbewährte ins Ensemble einfügen. „Das merkt im besten Fall niemand. Manchmal nicht mal die Bauherren selbst, aber das ist ja auch der Clou daran“, erklärt Strasser. So sei etwa die alte Betontreppe zum Heuboden hinauf geblieben. An ihr war nichts auszusetzen. Auf der stylischen Treppe mit neuem matt-schwarzem Anstrich schweben Bräute und Modeberaterinnen heute rauf und runter. Und Strasser trifft damit den Nerv der Zeit, nichts wegzuwerfen, das noch zur weiteren Verwendung taugt. „Es ist mir sehr wichtig, dass die Geschichte des Hauses in das neue Konzept einfließt wie etwa die jahrhunderte alten Holzbalken, die überall hervorlugen“, unterstreicht Hausner, die als gelernte Modeberaterin einen geschulten Blick fürs Detail hat.

„Wir planen für unsere Kunden mit Weitblick und dazu gehört auch die Nachhaltigkeit und das Wissen darum, wo beispielsweise die Materialien wie das Holz oder die Fliesen herkommen“, so Strasser. Das innovative Unternehmen lässt fast alles, das nicht in Eigenregie gebaut werden kann, von kleinen Unternehmen aus der Region fertigen. Vor Ort beim Einbau schließlich setzt Strasser auf Handwerkskunst und langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Auf der Baustelle braucht man ein Team von Profis, die ihr Handwerk verstehen und Hand in Hand arbeiten. Deswegen übernehmen wir am Liebsten auch die gesamte Planung und die Umsetzung von Objekten. Denn wenn alles aus einer Hand kommt, weiß ich, dass Qualität und Timing stimmen“, ist der Unternehmer überzeugt, der auch schon in prominenten österreichischen Wintersportgegenden Luxus-Chalets ausgebaut und aus dusteren Hotellobbys echte Wohlfühloasen gezaubert hat.

Beim Frühstück mit Stefanie Hausner und Andreas Strasser in der im Januar 2020 eröffneten Casa Felicita wird schnell klar: Hier sind aus Geschäftspartnern Freunde geworden. Ein Glücksfall am Ende eines jeden Bauprojekts. „Ich glaube nicht, dass wir ohne STRASSER interior objektbau den Eröffnungstermin geschafft hätten. Das ist nur eine Sache, die hier perfekt gelaufen ist. Hinzu kommt, dass ich heute schon diverse Anfragen habe, das Haus als Hochzeitslocation zu vermieten. Das wäre unmöglich gewesen, wenn wir von der Einrichtung nicht komplett flexibel aufgestellt wären. Ich kann das Untergeschoss für Events einfach ausräumen und niemand der Gäste wird erahnen, dass er eigentlich in der Maßanzugabteilung sitzt, wenn er zum Fenster raussieht und den Sonnenuntergang genießt“, sagt Hausner abschließend.

Zurück