„Handgemachte G‘schichten“ aus Gold

Julia Schuster

Fotos: Peter von Felbert/Mamma Bavaria

Die bayerische Marke Mamma Bavaria fertigt unter anderem Schmuckstücke aus Altgold und Lappland-Gold.

Was als kleine Werkstatt im eigenen Wohnzimmer begann, erstreckt sich mittlerweile auf 180 Quadratmeter Schauraum: Florian Weidlich entwickelt aus seinem Heimatwohlgefühl heraus „handgemachte G´schichten“ mit Mode und Schmuckstücken, die auch die persönlichen Geschichten seiner Träger mit einbeziehen. So entstehen in seiner Werkstatt Unikate und Kleinserien mit einzigartigem Charme und Charakter. Die „Mamma Bavaria“ ist mittlerweile eine etablierte Marke in der Rosenheimer Heimatszene und der Region.

Für seine Schmuckkollektion „S‘Bsondere für di“ verwendet Florian eigens für „Mamma Bavaria“ geschürftes Gold aus einer Mine in Ivalo, Lappland. In den Sommermonaten wird dort täglich „das reinste Gold der Erde“ ökologisch abgebaut, erzählt Florian. Auch er fliegt regelmäßig dorthin, um selbst nach dem wertvollen Metall zu schürfen. Hierbei kommen Schaufeln und die eigene Kraft zum Einsatz.

In dem einzigartigen Schauraum in der Riederinger Arche wird das Gold dann zu besonderen Schmuckstücken verarbeitet. Dafür hat sich Florian eine professionelle Goldschmiedin in die Arche geholt. Nadia Krebs erfüllt mit elf Jahren Berufserfahrung und viel Leidenschaft für ihr Handwerk und die bayerische Heimat alle Voraussetzungen. Die Rosenheimerin geht in ihrer Freizeit gerne in die Berge, „um dort ihre persönlichen Gipfelkreuzerfahrungen zu sammeln“, erzählt sie und weist auf die „Mamma Bavaria Gipfelkreuz-Kollektion“ hin, die in einem der Schaukästen ausgestellt ist.

Für besondere Kundenwünsche hat Florian stets ein offenes Ohr. Egal ob Mode oder Schmuck – Sonderanfertigungen „Alloa für di gmacht“ sind sein Spezialgebiet. Vom klassischen Ehering bis zum individuellen Gipfelkreuz. Kürzlich kam ein junges Ehepaar mit dem Ehering der verstorbenen Urgroßmutter zu ihm und bat ihn darum, den Ring mit den eigenen Eheringen zu verschmelzen. Schließlich wurde der Ring der Länge nach entzweigeschnitten und eine Hälfte an je einen Ehering geschmiedet.

Schwerpunkt der „Mamma Bavaria“- Kollektion ist die Mode für Frauen, Männer und Kinder „So bist guad ozong“. Florian fertigt auch Westen, Jacken und Lederhosen. Seit der Einführung der „Berglederhosen“ vor einem Jahr wurde die gleichnamige Kollektion jetzt um zwei neue Varianten erweitert. Sein Ziel: Den Herrn von oben bis unten „traditionell anders“ einkleiden. Dabei setzt er gezielt auf Unikate oder Kleinserien. „Wenn sich zwei Männer auf der Rosenheimer Wies‘n mit exakt der gleichen ‚Mamma Bavaria‘-Weste treffen, sollen die Burschen ein Foto machen und es mir schicken. Dann gebe ich jedem eine Maß Bier aus“, verspricht der Jungunternehmer.

Wer „Mamma Bavaria“ hautnah erleben möchte, hat die Möglichkeit, Florian auf diversen Märkten in der Region zu treffen oder ihn in seinem Schauraum zu besuchen. Damit Interessierte die bestmögliche Beratung erhalten, bittet der 33-Jährige um eine telefonische Terminvereinbarung von Montag bis Donnerstag. Freitags und samstags steht die Schauraumtür für die Besucher offen.

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