Halfing im Dorfgespräch

Julia Schuster

Der Ort Halfing soll in Bewegung gebracht werden. Der Pan: Vom Alteingesessenen über den Neuzugezogenen bis hin zum Flüchtling treffen die Dorfbewohner aufeinander und kommen dabei ins Gespräch.

Im Sommer 2017 finden im Rahmen eines Modellprojekts drei Begegnungsabende in der Gemeinde Halfing statt, an denen sich die Bewohner selbst zum „Dorfgespräch“ machen. Die Idee dahinter ist aus der Beobachtung entstanden, dass in Bayern auf dem Land viel gesellschaftliches Leben wie Feste und Traditionen stattfinden. Dort treffen sich allerdings meist dieselben "Alteingesessenen", während Zugezogene oftmals stille Beobachter dieses Treibens bleiben. Beim „Dorfgespräch“ sollen nun unterschiedliche Menschen aus dem Ort, die sich sonst nicht begegnen, zueinander geführt werden. Mittels der Gespräche und des Austauschs soll so neuer Schwung in das Dorfleben gebracht werden.

In lockerer Atmosphäre moderieren die Organisatoren und Initiatoren Florian Wenzel und seine Kollegen von der Universität Augsburg durch die drei Sommerabende. „Das Ganze soll nicht schwerfällig wirken à la ‚Oje, da müssen wir was tun‘, sondern eher mit einem Augenzwinkern, Ironie und Witz“, erklärt Wenzel. Dies wird schon durch den Slogan deutlich: „Also, WIR haben uns ja gerade noch gefehlt.“ Die Idee ist unter anderem, das Schwarz-Weiß-Denken vieler Bürger zu überwinden und auch in Bezug auf die Flüchtlingsthematik aufzuzeigen, dass im kleinsten Dorf schon immer eine große Vielfalt vorhanden war, die vielleicht manche Alteingesessene nicht sehen und die Zugezogenen nicht vermitteln können.

Beim gemeinsamen Gespräch sowie in kleinen Gruppen können verschiedene Themen erörtert werden. Die Moderatoren sorgen dafür, dass die Leute immer in Bewegung bleiben und mit möglichst vielen anderen ins Gespräch kommen. Für die Verpflegung wird ein Buffet mit Speisen und Getränken angeboten.

Der erste Abend wird hauptsächlich auf den Begegnungsaspekt und das Erkennen der Vielfalt im Dorf fokussiert. Um dies zu verdeutlichen, wurden im dafür extra gedrehten Kurzfilm verschiedene Personen über ihren Heimatort befragt, die sich so noch nie begegnet sind. Den Film kann man auf der Projekt-Webseite ansehen. Der zweite Abend konzentriert sich auf die Thematisierung von Unterschieden und auch Konflikten. Am dritten und letzten Abend werden gemeinsame Ideen für das Dorf entwickelt sowie Möglichkeiten für deren Umsetzung erörtert.

Termine:
Dienstag, 30. Mai 2017 um 19.00 Uhr im Festzelt des Burschenvereins
Dienstag, 27. Juni 2017 um 19.00 Uhr im Pfarrsaal
Mittwoch, 12. Juli 2017 um 19.00 Uhr im Pfarrsaal

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