Ein märchenhafter Sommer

himmeblau Redaktion

Foto: Robert Banfic

Die Burghauser Märchenalm begeistert ab sofort wieder Groß und Klein mit liebevoll inszenierten Theaterstücken – und geht auf Festival-Tour.

Das Herzstück der Burghauser Märchenalm ist zweifellos der wunderschöne 100 Jahre alte Biergarten des Landhotels Bayerische Alm in Burghausen. Unter stattlichen Lindenbäumen sitzen die Gäste, genießen den fantastischen Ausblick auf die Burg und die opulent ausgestatteten Märchen des Burghauser Ensembles. Auf der Bühne vor der Almhütte geben sich die Bremer Stadtmusikanten, Aschenputtel, Hans im Glück und das hässliche Entlein ein Stelldichein. Zur Abendzeit werden die Märchen auf der Alm nur für Erwachsene gezeigt. Auf der liebevoll eingerichteten Salettlbühne wird zum Beispiel das erotische Trauerspiel um die sagenumwobene Prinzessin Salome gezeigt. „Gerade erwachsene Gäste schätzen unsere speziellen Märchen, kommen aber auch gerne mal mit ihren Kindern oder Enkeln zu den Familienaufführungen am Sonntagnachmittag“, so Mario Eick, der künstlerische Leiter der Alm.

Natürlich gehören in erster Linie die Kinder ab vier Jahren zu den begeisterten Besuchern der Alm. Sie können mitspielen, mitsingen, mitentscheiden und jedes Märchen hat statt so manch blutrünstigem Ende eine spannende Wendung hin zu dem, was Klein und Groß im täglichen Leben unter den Nägeln brennt. Vor oder nach den Aufführungen gibt es den Märchenpark zu entdecken, der im Sommer täglich bei freiem Eintritt geöffnet ist. Die Gastwirtsfamilie Reisinger bewirtet Zuschauer und Gäste mit typisch bayerisch-österreichischer Küche.

Wie schon im letzten Jahr geht die Burghauser Märchenalm auf Festival-Tour. In diesem Jahr ist der Landgasthof Leonberg bei Marktl am Inn, direkt an der Grenze zwischen Ober- und Niederbayern, vom 1. Juli bis zum 27. August der Austragungsort für die neueste Biergartenoper des Burghauser Ensembles. Nach „Figaros Hochzeit – Bayerisch nach Mozart“ steht heuer „Carmen – Bayerisch nach Bizet“ auf dem Sommerspielplan. Wastl, der Wirt des Garchhamer Gasthauses „Zum Stier“ hat zum Zwecke der Ankurbelung seiner Wirtschaft das spanische Schankmädchen Carmen eingestellt. Erwartungsgemäß verdreht sie den Mannsbildern im Dorf den Kopf und sorgt mit ihren Gesangs- und Tanzeinlagen für eine mordsmäßige Steigerung von Wastls Umsatz. Josef, der als Dorfpolizist aus Preußen nach Garch-ham versetzt wurde, soll Carmen in Gewahrsam nehmen, nachdem diese ihrer Kollegin mit der Bratengabel das Gesicht zerkratzte. Carmen stellt Josef allerdings eine heiße Liebesnacht in Aussicht, wenn er sie fliehen lässt. Dem armen Gendarmen rutscht das Hirn in die Hose. Er verhilft Carmen zur Flucht und die Verwicklungen nehmen ihren Lauf. Zu George Bizets legendärer Musik verspricht die bayerische „Carmen“ einen glücklichen Ausgang.

Auch für Kinder wird beim Leonberger Sommerfestival eine Märchenbühne aufgebaut. Neun Märchen werden an neun Wochenenden jeweils vier Mal täglich in einer halbstündigen Vorstellung gespielt. „Mit fünf Euro ist das so günstig wie eine Karussellfahrt und gewiss auch für die großen Besucher des legendären Leonberger Biergartens eine fantastische Abwechslung“, so Simone Sommer, die Geschäftsführerin der Burghauser Märchenalm.

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