Die Tür(en) ins Internet

Christian Topel

Fotos: Andreas Jacob

Den Innovationsgeist hat Max Niedermaier vom Vater geerbt. Mit einem einzigartigen Webshop ebnet er die digitale Zukunft von „Niedermaier Türen & Fenster“.

Generationenkonflikt? Über das Wort können Franz-Josef Niedermaier und sein Sohn Max nur schmunzeln. Dem Junior langsam, aber stetig, mehr und mehr Verantwortung zu übertragen, gelingt dem gestandenen Unternehmer vermutlich deshalb so spielend, weil er sich noch gut daran erinnert, wie es ihm damals erging. 1995 war schließlich er es, der sich – damals selbst in der Rolle des Nachfolgers – mit frischen Ideen daran machte, aus dem 1922 gegründeten Landhandel das heute weit über die Grenzen der Region Rosenheim hinaus bekannte Unternehmen zu formen: „Niedermaier Türen & Fenster“. Dass Franz-Josef Niedermaier heute im werkhaus in Raubling die wohl größte Türenausstellung Bayerns präsentieren kann, beruht auf dem brillanten Schachzug, sich als eine Art „Türenmakler“ zu positionieren. Niedermaier hatte früh erkannt, dass Kunden bei Innentüren, Haustüren und Fenstern zum einen großen Wert auf Qualität legen – zum anderen aber nach möglichst günstigen Preisen suchen. Der findige Unternehmer entwickelte daraufhin das Konzept, die Nachfrage von Bauherren, Bauträgern, Schreinereien und Privatleuten zu sammeln, um diese bei der Industrie gebündelt zur Verhandlung zu bringen. Ergebnis: fast schon Discounterpreise für höchste Markenqualität – ob es sich um Innentüren, Schiebetüren, Ganzglastüren, Wohnungs- oder Haustüren handelt.

Über 300 Türen zeigt die vielfältige Ausstellung, die zum Anfassen, zum Öffnen und Schließen „probehalber“ einlädt. Schließlich gehören Türen im Normalfall zu jenen Bauelementen, die viele Jahre überdauern müssen. Da sollte niemand faule Kompromisse eingehen! Um Interessenten einen idealen Überblick über diese enorme Angebotsvielfalt bieten zu können, hat Niedermaier sein Sortiment dreistufig eingeteilt: Die Preisschienen von „Basic“ über „Premium“ bis „Exclusiv“ zeigen meist eine Türenoptik, jedoch in unterschiedlichen Qualitäts- und damit Preisstufen – der Clou: alles inklusive Montage! Damit schafft der Fachhändler tadellose Transparenz und verhilft allen Bauenden zur individuellen Wunschtüre.

Diesen Innovationsgeist, gepaart mit dem Vorsatz, Kunden einen erstklassigen Service bieten und den Türenkauf zum Vergnügen machen zu wollen, hat Max Niedermaier offensichtlich vom Vater geerbt. Schon seit einigen Jahren in das Geschäft eingebunden, bringt die dritte Generation nun wiederum eine Neuerung ins Spiel: Der Junior-Chef hat sich die sogenannte „Digitale Transformation“ zur Aufgabe gemacht. Mit www.maxxdoor.de eröffnete er 2018 einen Internetshop für Qualitäts-Innentüren aus deutscher Herstellung. Der Jungunternehmer hat dabei die große Herausforderng gemeistert, einerseits jene kundenfreundliche Preispolitik des stationären Familienunternehmens ins Internet zu übertragen; andererseits galt es, die Türen so zu präsentieren, dass sie trotz der lediglich virtuellen Darstellung möglichst realitätsgetreu wirken. Indem maxxdoor jede angebotene Türe in einem Wohnumfeld zeigt, schlendern User quasi wie durch eine Ausstellung, ohne wirklich den Weg nach Raubling auf sich nehmen zu müssen. Die Seite ist zudem voll auf Information und Service ausgerichtet: Besucher finden Tipps fürs akurate Aufmaß, können sich durch verschiedene Stilrichtungen und Oberflächen klicken – und sich nicht zuletzt darüber freuen, dass die Mehrzahl der angebotenen Türen in jenen vom Vater ausgeklügelten drei Preisklassen zu haben ist. Zubehör von Schlössern über Lüftungsgitter bis hin zu Drückergarnituren (Türklinken) komplettieren das in dieser Form deutschlandweit wahrscheinlich einzigartige Angebot. Eins steht für Vater und Sohn fest: Mit dieser Website hat Max Niedermaier einer erfolgreichen Zukunft von „Niedermaier Türen & Fenster“ Tür und Tor geöffnet. 

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