Die Perle an der Salzach

himmeblau Redaktion

Foto: Burghausen Tourismus

Die weltlängste Burg, Plättenfahrten und ganz viel Kultur: Warum ein Ausflug nach Burghausen gerade jetzt im Frühling und Sommer lohnt.

Das wunderschöne Burghausen, 100 Kilometer östlich von München und 50 Kilometer nördlich von Salzburg gelegen, lockt mit der längsten Burg der Welt. Mit ihrer einmaligen Architektur und ihrem weit über die Region hinaus bekannten Kultur- und Freizeitangebot bietet die Stadt zahlreiche Höhepunkte mit unvergesslichen Eindrücken. Eine der schönsten Perspektiven erhalten Besucher bei einer Plättenfahrt auf der Salzach. Auf den Plätten, den früheren Salzkähnen, wurde im Mittelalter das weiße Gold aus den Salinen von Hallein bei Salzburg nach Burghausen transportiert. Nach dem Einstieg in Tittmoning gleitet man sanft durch die reizvollen Landschaften des Salzachtals. Bei der Einfahrt nach Burghausen eröffnet sich ein unvergessliches Motiv: Die prächtige Burganlage thront wie eine Schutzfeste über der malerischen Altstadt.

Besondere Höhepunkte sind die musikalischen Plätten, zum Beispiel mit Jazzmusik oder bayerischer „Danzlmusik“ oder die Fahrten mit kurzweiligen „Plätten-G’schicht‘n“. Der Theaterspieler Anton Krauss lässt dabei die historischen Figuren der Salzach-Schifffahrt lebendig werden. Treidler, Salzfertiger und Schopper berichten von grausigen Unfällen, opulenten Festen und dem ganz normalen Leben der kleinen Leute an der Salzach. Ganz besonders entschleunigend sind Plättenfahrten mit Harfenmusik. Die Harfenistin Marion Hensel und der Gitarrist Bernhard Furtner werden dabei mit eigenen Kompositionen verzaubern. Mit der sich sanft bewegenden Plätte lädt die Musik zum Eintauchen in eine andere Welt ein.

Die Plättensaison 2017 startete am 1. Mai und geht bis Anfang Oktober. Jeden Sonntag um 14:00 Uhr legt die öffentliche Plätte ab und fährt von Tittmoning nach Burghausen (Anmeldung erforderlich).

Im Anschluss bieten sich den Besuchern zahlreiche Möglichkeiten, die charmante Salzachperle weiter zu erkunden. Die Burg zu Burghausen ist Zeugin einer über tausendjährigen Geschichte und Mittelpunkt eines Burghausen-Besuches. Scheinbar endlos ziehen sich die Mauern, Zinnen, Türme und Kapellen der beeindruckenden Anlage über eine schmale Bergzunge, eingebettet zwischen dem Naturbadesee Wöhrsee und dem Grenzfluss Salzach. Öffentliche Burgführungen finden jeden Samstag, Sonntag und Feiertag um 11:00 und um 14:00 Uhr statt.

Von der Aussichtsplattform auf dem Dach der Hauptburg bietet sich ein einmaliger Rundblick. Die denkmalgeschützte Altstadt ist ein farbenfrohes Ensemble mit dem Stadtplatz als eine der schönsten Platzanlagen Mitteleuropas und den Grüben, einer kontrastreichen Flaniermeile mit bunten, größtenteils spätgotischen Häuser-Kulissen.

Nach ausgiebigem Sightseeing, einer Shopping-Tour oder nach einem Kulturevent bieten die Biergärten und Lokale der Altstadt Entspannung in einmaligem Ambiente. Oder der Wöhrsee, in dem man unterhalb der Burg in einem der schönsten Badeseen Bayerns schwimmen kann.

Mit der Eröffnung des neuen Stadtmuseums in der Hauptburg im vergangenen Jahr bekam die Burg als Kulturmeile eine gewichtige und sehr moderne Ausstellung hinzu. Viele Mitmachstationen sprechen Jung und Alt gleichermaßen mit allen Sinnen an. Das neu gestaltete Museum bildet die perfekte Ergänzung zum Haus der Fotografie am Burgeingang, das hochmoderne, wechselnde Sonderausstellungen bietet.

Ins Mittelalter eintauchen können die Besucher wieder beim historischen Burgfest vom 7. bis 9. Juli – mit Gauklern, Musikern, Handwerksleuten und Blaublütern. Drei Tage lang herrscht mittelalterliches Treiben auf der weltlängsten Burganlage. Ein Spektakel der Extraklasse lockt tausende Besucher in die Stadt.

Doch nicht nur Historie wird in Burghausen großgeschrieben, auch die zeitgenössische Kunst nimmt einen großen Stellenwert in der Stadt ein. Beim Flanieren über die Burg und durch die Stadt trifft der Besucher überall auf Figuren und Formen, Skulpturen und Bilder. Zeitgenössische Kunst ist in der ganzen Stadt erlebbar, auf öffentlichen Plätzen, in der Josefskirche, auf dem Burggelände, im Haus der Fotografie, im Rathaus.

Im aktuellen Luther-Jahr wird in Burghausen dem Jubiläum „500 Jahre Reformation“ mit einem besonderen Kunstprojekt gedacht: Die 95 Thesen, die Auslöser für die Reformation waren, werden künstlerisch umgesetzt: 95 je zwei Meter hohe Holzstelen wurden kreativ gestaltet und auf der gesamten Burganlage  verteilt aufgestellt. Zu sehen bis Ende Oktober. 

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