„Die optimale Kombination aus Schule und Fußball“

himmeblau Redaktion

Fotos: DFI

Der Vater zweier Schüler des Deutschen Fußball Internats in Bad Aibling steht uns Rede und Antwort.

himmeblau: Herr Stein, warum haben Sie sich dazu entschieden, Ihre Söhne am DFI und DBBC (Dietrich-Bonhoeffer-Bildungscampus) anzumelden?

Gerhard Stein: Mich hat die Kombination aus Ganztagsschule (DBBC) und Fußball (DFI) für meine Söhne überzeugt. Am DBBC sind Schule und Fußball optimal aufeinander abgestimmt. Anders als an Regelschulen haben die Schüler dort täglich zwei Stunden Sport, was ich für meine Jungs als extrem wichtig erachte. Zudem werden mit Mittelschule, Realschule und Fachoberschule mehrere Schultypen angeboten, die meinen Jungs alle Schulabschlüsse ermöglichen.

himmeblau: Warum sind Ihnen diese zwei Stunden Sport beziehungsweise Fußball so wichtig?

Gerhard Stein: Das Fußballtraining am Vormittag dient dazu, den Schulunterricht sinnvoll zu unterbrechen, und meinen Jungs gibt es die Möglichkeit, wieder frei im Kopf zu werden, ihr Wohlbefinden zu verbessern und damit die Leistungsfähigkeit in den darauffolgenden Schulstunden nach dem Fußballtraining wieder zu steigern. Aus meiner Sicht ein extremer Vorteil im Vergleich zu Schulen, die sechs bis acht Stunden am Stück unterrichten ohne sportliche Pause.

himmeblau: Wird an der Schule dann für das Fußballtraining an anderer Stelle gespart? Werden andere Fächer dadurch weniger unterrichtet?

Gerhard Stein: Ganz und gar nicht, das Gegenteil ist der Fall. An der Schule sind die Schulstunden sogar fünf Minuten länger als an anderen Schulen. In Verbindung mit den vielen Doppelstunden ergibt das nochmal zehn Minuten mehr pro Fach, um den Stoff noch mehr zu festigen. Außerdem ist die Schule eine Ganztagsschule, das heißt es stehen genügend Zeitfenster für Training, Schule und Hausaufgaben zur Verfügung. Beim Fußballtraining am Vormittag handelt es sich also um zusätzliche Unterrichtsstunden.

himmeblau: Finden Sie nicht, dass der Schultag für die Kinder damit zu lange ist?

Gerhard Stein: Nein, da die Kinder nicht mehr Unterrichtsstunden als an der Regelschule haben und ein Gros der Hausaufgaben im Schulalltag erledigt werden, ist der Lerntag nicht länger, auch wenn der Schultag von 8:00 bis 16:00 Uhr geht. Für uns als Familie liegt der Vorteil darin, dass meine Jungs während der Schulzeit ihr Hobby unter professioneller Anleitung ausüben können und noch dazu ein hochwertiges Mittagessen bekommen. Gerade auch für arbeitstätige Eltern ist das die ideale Betreuung für ihre Kinder, da die Zeit am Abend dann ohne viel Hausaufgabenbetreuung qualitativ hochwertig im Kreis der Familie verbracht werden kann.

himmeblau: Wie zufrieden sind Sie mit der fußballerischen Ausbildung am DFI?

Gerhard Stein: Bei uns hier in der Region ist es die mit Abstand beste fußballerische Ausbildung, die junge Fußballer bekommen können. Das tägliche Individualtraining wird ausschließlich von professionellen Trainern durchgeführt, die gezielt die Stärken ihrer Schützlinge stärken beziehungsweise fördern und die Schwächen mindern, sodass sich die Jungs optimal weiterentwickeln. Zudem trainieren sie auf neu angelegten Plätzen und haben bei schlechtem Wetter auch die Möglichkeit, indoor zu trainieren. Meine Jungs haben jeden Tag Spaß am Individualtraining, sie lieben, es in kleinen Gruppen mit ihren Coaches zu trainieren und möglichst viele Ballkontakte und Wiederholungen zu bekommen.

himmeblau: Wird das viele Training den Jungs nicht irgendwann zu viel?

Gerhard Stein: Meinen beiden definitiv nicht. Fußball ist ihre Leidenschaft und sie lieben es, möglichst oft den Ball am Fuß zu haben. Wir waren doch früher auch jede freie Minute auf dem Bolzplatz. Der einzige Unterschied am DFI ist, dass die Jungs dazu noch professionell trainiert werden und sollte es für jemanden zu viel sein, dann kann er ja statt den vier Trainingseinheiten pro Woche auch nur zwei buchen. Da sind die Schule und auch das DFI extrem flexibel und gehen auf die Bedürfnisse der Schüler optimal ein.

himmeblau: Steht das Individualtraining in Konkurrenz zum Vereinstraining?

Gerhard Stein: Ganz und gar nicht, es ist die perfekte Ergänzung. Meine Jungs spielen zum Beispiel beim DFI Bad Aibling e.V. und haben somit teilweise auch ihre Mannschaftstrainer im Individualtraining. Das heißt, das Mannschaftstraining ist optimal mit dem Individualtraining abgestimmt, da es von den Mannschaftstrainern gesteuert wird.

himmeblau: Bedeutet das, dass die Schüler auch beim DFI Bad Aibling e.V. im Verein spielen sollten?

Gerhard Stein: Es ist sicherlich von Vorteil, aber ich weiß auch von befreundeten Familien, dass es auch super funktioniert, wenn die Jungs in anderen Vereinen wie der SpVgg Unterhaching oder beim TSV 1860 Rosenheim spielen. Die DFI-Trainer sind immer im Austausch mit den Vereinstrainern und passen das Individualtraining an die Wünsche der Vereinstrainer an, diese erhalten sozusagen eine Extra-Einheit für ihre Spieler nach ihren Vorstellungen. Meiner Meinung nach ist das ein Top-Service für die Vereine der Umgebung und absolut im Sinne der Spieler, da deren Entwicklung immer im Mittelpunkt stehen muss.

himmeblau: Sie sprechen die Top-Vereine der Umgebung an. Bedeutet das, dass sich das Angebot ausnahmslos an die größten fußballerischen Talente der Umgebung richtet?

Gerhard Stein: Für die ist das DFI und der DBBC aus meiner Sicht ein Muss. Wo sonst gibt es noch so eine optimale Kombination aus Schule und Fußball, jeden Tag Trainingseinheiten in Kleingruppen und das mit professionellen Trainern? Aber auch für jeden anderen Fußballer ist es ideal. Jeder ist am DFI willkommen, wird Spaß am Training haben und sich verbessern, was ja dann auch dem Team im Heimatverein hilft. Und nicht zu vergessen: Die Unterbrechung des Schulalltags durch den Sport ist für jeden Schüler ein enormer Vorteil.

himmeblau: Wie sieht das denn nun konkret bei Ihren Jungs aus?

Gerhard Stein: Meine Jungs besuchen beide die Realschule am DBBC und haben vier Mal die Woche Individualtraining, zusätzlich spielen beide beim DFI Bad Aibling e.V.. Der Kleine in der U13-Bezirksoberliga-Mannschaft und der Große im U15-Regionalliga-Team, das heißt in den höchstmöglichen Ligen in Deutschland in dieser Altersklasse. Allerdings wird die Reise meines Großen in Bad Aibling nun zu Ende gehen, da er – auch dank der hervorragenden Ausbildung am DFI – zur neuen Saison aufs Internat eines Bundesligisten wechselt.

www.deutschesfussballinternat.de

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