Die Gitarren im Anschlag

himmeblau Redaktion

Foto: Red

Internationale Virtuosen spielen beim 13. Gitarrenfestival "Saitensprünge" Klassik, Flamenco, Jazz, Pop und Volksmusik.

Weltklassemusiker und eine entspannte „Nähe-Atmosphäre“ zeichnen die „Saitensprünge“ aus – dieses internationale Gitarrenfestival, das heuer vom 8. bis 29. November bereits zum 13. Mal in Bad Aibling stattfindet. Der künstlerische Leiter Johannes Erkes, selbst ein renommierter Bratschist, hat diesmal herausragende Musiker unter anderem aus Kuba, den USA, Südafrika, Italien und Deutschland eingeladen.

Die Bandbreite der Konzerte reicht von der klassischen Gitarre über Flamenco und Tango bis zu Jazz und Pop. Der beliebte „Bairische Saitenblicke“-Abend ist ganz der alpenländischen Volksmusik gewidmet. Hier wie auch bei der Jazz-Legende Abdullah Ibrahim steht nicht nur die Gitarre im Mittelpunkt. Wer sich an diesem Instrument nicht satthören kann, der ist bei „Guitarrissimo“ richtig, dem „Festival im Festival“ mit insgesamt fünf Acts mit insgesamt neun Musikern aus sechs Ländern.

Mit kubanischen Rhythmen beginnt das Festival am Donnerstag, 8. November: Das fünfköpfige Multi-Instrumentalisten-Ensemble Eduardo Martín hat die Töne der Karibik, der Antillen und Lateinamerikas in den Fingerspitzen und in den Stimmen. Erstmals steht am Samstagnachmittag ein Konzert für Kinder  und die ganze Familie auf dem Programm: Das Gitarren-Duo Gruber & Maklar und BR-Sprecher Alex Dorow erzählen am 10. November das spannende Musikmärchen „Das Lied des Torero“. Abends lassen die beiden deutschen Ausnahmemusiker Christian Gruber und Peter Maklar die Goldenen Zeiten der Gitarre wieder aufleben. Am Tag darauf wird das Kurhaus von zwei Crossover-Musikern zum Beben gebracht: Augustin Wiedemann und Kosho von den „Söhnen Mannheims“ lassen ihre Gitarren grooven.

Ein Muss für alle Gitarrenfans ist Eliot Fisk, der „King of the American classical guitar“, der am 14. November zu sehen und zu hören ist. Sole und Dolce Vita bringt der italienische Cantautore Fabrizio Consoli am 20. November in die Kurstadt, wenn er mit seiner „Musica per ballare“ zum Tanzen einlädt. Zwei Freunde, die dank YouTube eine riesige junge Fangemeinde haben, entlocken ihren Gitarren am 25. November völlig ungewöhnliche Töne: der Amerikaner Andy McKee und der Brite Jon Gomm sind ein fast rockiges Live-Show-Ereignis. Dem magischen Weltmusik-Charisma des Pianisten Abdullah Ibrahim kann man sich nicht entziehen. Er kommt mit einem Trio am 27. November zu den „Saitensprüngen“ nach Bad Aibling.

Zum Festival-Abschluss am 29. November stürmt ein neues „Dream Team“ die Bühne: Das European Guitar Quartet, bestehend aus der Gitarren-Ikone Pavel Steidl, Zoran Dukic, Thomas Fellow und Reentko Dirks. Wie bei den 13. „Saitensprüngen“ insgesamt spannt sich auch hier der Bogen von klassischromantischen Klangbildern über folkloristische Elemente bis zu freien, improvisatorischen Passagen.

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