Auf dem Olympiaturm in München: Nur fliegen ist schöner!

himmeblau Redaktion

Ein Paar auf dem Olympiaturm in München genießt den Ausblick.
Lässt Herzen höher schlagen: Der Olympiaturm ist das ideale Ausflugsziel für verliebte Paare und solche, die es werden wollen. Fotos: Olympiapark

In 32 Sekunden rauf in fast 200 Meter Höhe − das geht nur auf dem Münchner Olympiaturm.

Höher geht’s nicht. Zumindest nicht in München. Und auch in ganz Bayern gibt es nur ein Gebäude, das höher ragt als der Münchner Olympiaturm auf dem Oberwiesenfeld: Der Fernsehturm in Nürnberg. Mit seinen fast 300 Metern Höhe ragt der Olympiaturm über die ganze Stadt. Damit ist der Riese dreimal so hoch wie der Alte Peter in der Innenstadt. Wer am Sockel des Turmes steht und bis zur Spitze hinaufschauen möchte, muss den Blick schon sehr weit wandern lassen, um die Antenne ganz oben erspähen zu können.

In diesem Jahr feiert der Olympiaturm sein 50-jähriges Jubiläum. Im Februar 1968 wurde der Turm als Fernsehturm in Betrieb genommen. Noch heute versorgt er rund sechs Millionen Zuschauer mit Fernsehprogrammen. Bei den Olympischen Spielen 1972 wurde aus dem Fernsehturm dann der „Olympiaturm“ – das Wahrzeichen Münchens, das auf keiner Sightseeing-Tour fehlen darf.

Luftaufnahme vom Olympiapark in München
Majestätisch ragt der Olympiaturm über dem Olympiapark empor und bietet eine atemberaubende Aussicht auf München.

Schon bei den ersten Treppenstufen zur Eingangshalle hoch kribbelt es vor Aufregung im Bauch. Gleich soll es in schwindelerregende Höhen gehen. Ein Riesen-Spaß ist schon die Fahrt in einem der beiden Besucher-Aufzüge. Mit einer Geschwindigkeit von sieben Metern pro Sekunde flattern garantiert Schmetterlinge im Bauch. Nur 32 Sekunden braucht der Aufzug, um auf die knapp 185 Meter Höhe zu gelangen. Zeit genug, um einen kurzen Plausch mit einem der Aufzugfahrer zu halten. Diese Männer machen ihren Job aus Leidenschaft und legen in einer Stunde rund 9.000 Höhenmeter zurück. Treppensteigen ist nicht wirklich eine Alternative: Bis zur Aussichtsplattform sind es immerhin 1.230 Stufen. Wen das nicht abschreckt, der kann sich beim jährlichen Turmlauf anmelden. Hier wird der schnellste Vertikal-Läufer gesucht und etliche Hobbysportler stürmen an besagtem Tag das Treppenhaus.

Wenn sich dann oben im Aussichtskorb angekommen die Aufzugtüren öffnen, erklingen nur noch staunende „Aaahs“ und „Ooohs“, denn die Aussicht ist atemberaubend! Staunen können die Besucher im Aussichtskorb auf insgesamt vier Ebenen: Die oberste Plattform liegt auf 192 Metern Höhe. Noch höher geht’s für den Besucher nicht, nur die Techniker klettern regelmäßig hoch zur Antenne auf knapp 292 Metern, um ab und an die Leuchten auszutauschen. Einen kleinen Höhenrausch und einen phänomenalen Blick über ganz München bekommen die Besucher aber auch auf den offenen Plattformen darunter. Bei Föhn sind im Süden die Alpen zum Greifen nahe, im Norden ist der Domberg von Freising zu sehen. Ein Glaspanorama hilft, die Gipfel der Alpenkette zu erkennen. Auch einige von Münchens Sehenswürdigkeiten sind von hier oben gut zu erspähen: die Allianz Arena, die Frauenkirche und der Alte Peter liegen nur einen gefühlten Steinwurf entfernt und wirken klein von da oben.

Ein Paar auf dem Olympiaturm in München genießt den Ausblick.
Der Ausblick vom Olympiaturm auf den Olympiapark und München ist atemberaubend.

Gerade am Abend, wenn die Sonne untergeht und unten die Lichter der Stadt sowie am Himmel die Sterne leuchten, kommt auf den Plattformen eine ganz besondere Stimmung auf. Einen romantischeren Flecken findet man in München wohl kaum und genau aus diesem Grund suchen sich immer wieder Schwerverliebte diesen Ort für ihre Liebeserklärungen und Heiratsanträge aus. Wenn der Olympiaturm erzählen könnte, dann hätte er mit Sicherheit viele Liebesgeschichten im Repertoire. Beweis dafür sind schon die vielen Herzchen, die verliebte Pärchen an die Turmwand hier oben kritzelten. Erlaubterweise, denn diese Wand ist sozusagen das Gipfelbuch des Olympiaturms, auf dem die jährlich weit über 500.000 Besucher sehr gern unterschreiben. Allerdings nicht für die Ewigkeit – ist die Wand voll, wird neu gestrichen.

Auf den beiden anderen Ebenen des Aussichtskorbs warten weitere Besonderheiten auf die Besucher: Auf 185 Metern liegt „indoor“ das höchste Rock-Museum der Welt: das „Rockmuseum Munich“. Hier können auf 400 Quadratmetern einzigartige Sammlerstücke der Rockgeschichte bestaunt werden. Darunter befinden sich beispielsweise signierte Gitarren von den Rolling Stones oder Queen. Konzerte beflügeln zudem regelmäßig zahlreiche Musikbegeisterte.

Auf 181 Metern können sich die Gäste kulinarisch verwöhnen lassen. Im Drehrestaurant „181“ gibt’s bei bayerischer und internationaler Küche eine Rundfahrt inklusive: Das Restaurant dreht in 53 Minuten eine ganze Runde, bei der die Gäste ebenfalls eine einzigartige Aussicht genießen können. Nur bei starkem Wind stellt sich der Drehmechanismus automatisch ab. Ob im Restaurant, bei der Aufzugfahrt oder auf den Plattformen ganz oben, auf dem Münchner Olympiaturm gibt es wohligen Schwindel im Kopf und Schmetterlinge im Bauch – und das nicht nur für Verliebte! Mit seiner einzigartigen Aussicht und seinen vielen Besonderheiten ist der Olympiaturm ein absolutes Muss für jeden, der den Olympiapark besucht.

Zurück