„Alexander der Große – Herrscher der Welt“

himmeblau Redaktion

Beeindruckende „Geschichtsstunde“: Ende März zieht der größte Herrscher der Antike in den Rosenheimer Lokschuppen ein.

Alexander der Große: indem er mit seinem Heer bis ans Ende der damals bekannten Welt zog, erreichte er schon zu Lebzeiten den Status einer Legende. Wer war dieser Mann, der von seinem kleinen nordgriechischen Königreich aus Herrscher der antiken Welt wurde? Die biographisch aufgebaute Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen geht dieser Frage nach, indem sie den Menschen Alexander und seine wichtigsten Lebensstationen vorstellt.

Die Archäologische Landesausstellung präsentiert zuerst Alexanders makedonische Heimat, um ihn dann auf seiner langen Reise bis zum Indus zu begleiten. Unterschiedlichste Kulturen kreuzen seinen Weg: so etwa Phönizien, Ägypten, Mesopotamien, Persien oder Baktrien, das heutige Afghanistan. Die Ausstellung greift politisch weitreichende Ereignisse in Alexanders Leben auf, zum Beispiel die entscheidenden Schlachten bei Issos und Gaugamela, die Ernennung zum Pharao und die Inbesitznahme des persischen Throns. Ein Anliegen ist es, Besuchern Alexanders Persönlichkeit in ihren vielfältigen Facetten näher zu bringen: seine Ziele, seine Nachahmung der mythischen Helden und Göttergestalten, seine  Eskapaden und Exzesse sowie seine Niederlagen.

Der Zug von Makedonien nach Indien blieb nicht ohne Auswirkungen auf den jungen Eroberer, der sich aus Notwendigkeit, aber auch aus Überzeugung den Landessitten anpasste. Luxus und Pracht des persischen Reiches beeindruckten ihn so sehr, dass er sogar orientalische Gewänder trug und beabsichtigte, die Sitte des Niederkniens vor dem Herrscher zu übernehmen. Seine freiheitsliebenden griechischen Gefolgsleute protestierten – Akkulturation war schon damals eine delikate Angelegenheit. Dennoch wirkten die griechischen Ideen und Ideale auf die eroberten orientalischen Reiche ein, und es entstanden neue, bislang noch nie da gewesene Vermischungen der Kulturen. 450 hochkarätige Exponate (u. a. aus zahlreichen europäischen Museen wie dem Louvre in Paris, dem British Museum in London, den Koninklijke Musea in Brüssel, dem Rijksmuseum van Oudheden in Leiden und bekannten deutschen Sammlungen) lassen den Besucher in die Welt Alexander des Großen
eintauchen.

Großräumige Inszenierungen, antike Texte und spannende Exponate rekonstruieren die damaligen Ereignisse in einer neuen, lebendigen Form. Eine umfangreiche Mitmachebene und moderne, interaktive Medien greifen spezielle Themen für Kinder heraus. Ein vielseitiges Begleitprogramm wird neben Vorträgen, Führungen und Reisen auch ein museumspädagogisches Bildungsprogramm für Schüler, Kindergartenkinder und Familien anbieten. Highlights dürften die Genussführung „Kulinarischer Feldzug“, die Taschenlampenführung „Schlaglichter der Weltgeschichte“, oder der  olympische Parcours werden. Auch das Ferienprogramm kann sich sehen lassen. Die zur Ausstellung erscheinende Publikation mit den neuesten  Ergebnissen zur Alexanderforschung kostet 24.90 Euro.

Information und Buchung
Ausstellungszentrum Lokschuppen, Rathausstraße 24, 83022 Rosenheim
Tel.: 0049 (0)8031 365 90 36
Email: lokschuppen@rosenheim.de
Website: www.lokschuppen.de

Öffnungszeiten:
22. März 2013 bis 03. November 2013
Montag bis Freitag 09:00 Uhr - 18:00 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage 10:00 Uhr - 18:00 Uhr

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