Dein neues Bike 2021: Radlkauf-Trends und Tipps vom Experten von Iko Sport

Janina Sgodda

Tipps für den Fahrradkauf, die man unbedingt kennen muss
Rad-Tipps 2021 von iko Sport in Raubling

Ein Rad-Trend fürs Jahr 2021 zeichnet sich leider schon ab: „Urlaub dahoam“ ist weiter angesagt. Dafür gibt’s aber wahrlich schlechtere Bedingungen, als man sie im Himmeblau-Gebiet zwischen Kufstein und München vorfindet.

Und auch schlechtere Zeiten: Denn kaum einer muss sich als fahrende Umweltsünde im SUV erst zur passenden Radlstrecke oder mit windigen Drahteseln den Berg hinauf oder den Inn entlang quälen. Stattdessen haben die Radlmacher in den letzten Jahren eine Innovation nach der anderen auf den Markt gebracht. 

Ganz vorne mit dabei: Iko Sport. Hinter dem bekannten Sporthändler in Raubling und Salzburg stecken die Entwickler und Hersteller der international erfolgreichen Fahrrad-Marke corratec. Die ist nicht nur Vorreiter, was die Bike-Trends 2021 angeht. 

Hinter Corratec steckt auch Wissen, das man kennen sollte, wenn man überlegt, sich ein neues Fahrrad anzuschaffen. Das teilen wir hier mit euch! 

Tipps für den Fahrradkauf, die man unbedingt kennen muss

Weil es mit der persönlichen Beratung, wie man sie sonst von iko Sport in Raubling oder Salzburg kennt, zum Start ins Jahr 2021 und zumindest auf deutscher Seite etwas schwierig ist, haben wir uns für euch mit Julian Pelzel von und im Iko in Raubling getroffen. Der Fachverkäufer aus der Fahrradabteilung weiß, worauf es ankommt. Egal, ob es dabei um das Thema Preis-Leistung oder auch Fehlkäufe geht. 

Nicht selten landen Kund*innen erst dann bei iko, wenn sie feststellen müssen, dass beim Radlkauf ein paar Infos mehr nicht hätten schaden können. Doch selbst das kann Pelzel gerade biegen. Denn er sagt: Wer sein unperfektes Traumradl gefunden hat, muss nicht mit seinen Macken leben, sondern kann in vielen Fälle aufrüsten. Und wer noch auf der Suche ist, der kommt mit unseren Tipps jetzt am besten zum perfekten Freizeit- oder Alltagsbegleiter. 

Auf welche Komponenten kommt es beim Radlkauf an?

  1. Bremsen: 
    Da macht der Experte keine langen Umschweife: Eine der wichtigsten Komponenten am Fahrrad ist – völlig ohne Schnickschnack – natürlich die Bremse. Bekannt dürfte den meisten die Felgenbremse sein, die wird an der Einsteiger-Klasse oder auch an Rennrädern verbaut. Sie bremst die Reifen wenig überraschend an der Felge und ist für Fahrten durch die Stadt oder entspannte Touren ohne großen Steigung und Abfahrten auch völlig ausreichend. Doch wenn es ans Eingemachte, sprich längere Talfahrten runter vom Berg oder mit ordentlich Gewicht geht, zum Beispiel durch einen Kinderanhänger, sollte man unbedingt auf andere Bremsen zurückgreifen. Die Shimano XT, eine Vier-Kolben-Bremse zum Beispiel, mit, wie Julian Pelzel von iko sagt, „brachialer Bremsleistung“, ist an den Reifen der Corratec Mountainbikes verbaut. Mit großer Bremsscheibe und Kühlrippen, die auch langem Bremsen auf Downhill-Fahrten oder Trails Stand halten – in jenen Fällen also, in denen eine Felgenbremse schnell heiß werden und im schlimmsten Fall aufspringen könnte. Die Folge wäre ein schwerer, wenn nicht gar lebensgefährlicher Sturz. Daher: Aufrüsten, wenn angebracht und möglich – oder beim Neukauf direkt auf die passende Bremse achten.

  1. Schalthebel:
    Auch da hebt der iko-Experte warnend den Finger. Denn der Schalthebel wird mit Blick aufs Schaltwerk gerne vernachlässigt. Sprich, es wird hochwertiges Schaltwerk verbaut, aber beim Schalthebel gerne gespart. Achtet beim Fahrrad-Kauf also darauf, dass der Schalthebel eures Traumbikes in der gleichen Klasse wie das Schaltwerk oder eines darunter rangiert (zum Beispiel Shimano XT Schaltwerk mit XT- oder SLX-Schalthebel).

  2. Radaufhängung:
    Wie wird das Rad an der Federgabel befestigt? Diese Frage beantworten viele gerne aus dem praktischen Gesichtspunkt, der da heißt: Mit einem Schnellspanner. Doch wer sich das Bauteil im Vergleich zu einer Steckachse genauer anschaut, wird es als fast windig ansehen müssen. Daher heißt es auch hier: Wer längere Bergabfahrten sucht, sollte mit der Steckachse die stabilere Variante wählen.

 


Was gilt es 2021 beim E-Bike Kauf zu beachten? 

Es gibt es was Neues für E-Bikes im Jahr 2021, bestätigt der iko-Experte Julian Pelzel. Das neue Kiox-System von Bosch, Bordcomputer und Navigationssystem in einem, hat mit dem Jahreswechsel ein neues Update bekommen. Per Bluetooth verbindet es sich mit der App fürs Smartphone, zeigt den Weg geplanter Routen, Distanz und Tempo an, so, wie vom Nutzer individuell eingestellt. Gerade im E-Mountainbike-Bereich macht das Farbdisplay Spaß, denn es ist schön fest und mittig am Lenker verbaut, so dass es euch auch zur Seite steht, wenn es holpriger wird. Wer will, kann aber jetzt bei iko aufgerüstet lassen. 

 Für den Bereich der E-Trekking-Bikes empfiehlt Pelzel das neue Bosch Nyon-Display zur Navigation, das „Paradebeispiel für ein Navigationssystem auf dem E-Bike“, so der Experte. „Mit einem großen Display, gestochen scharfen Bildern, guten Funktionen“, unter anderem der, dass sich die Route bequem von zu Hause aus planen und aufs Navigationsgerät aufspielen lässt. 

Auch ein neues E-Bike-Update gibt es 2021 beim Motor: Die Performance Linie CX von Bosch kommt im Modelljahr 2021 statt mit 75 Newtonmetern (Nm) mit einem Drehmoment bis zu 85 Nm daher. Das hilft bei steileren Passagen spürbar, bestätigt Pelzel. Wie alles, was der Experte von iko Sport anbieten kann, wird jede Software-Neuerung vom Team höchstpersönlich getestet. 

 

Was ist 2021 neu im Bereich Gravelbike? 

Hier gibt es eine große Neuheit zu verkünden: Die allererste GRX Di2 Schaltung von Shimano. „Eine durchdachte Lösung für alle, die im Sattel die Welt entdecken möchten“, verkündet Shimano selbst und der iko-Experte stimmt zu: „Die elektronische Schaltung ist, aufgebaut auf dem XT-System, speziell für den Gravel-Bereich entwickelt worden“. Der Vorteil: Es gibt keine mechanischen Seile mehr, die Schaltung läuft über einen Motor, der im Schlagwerk verbaut ist, einem Akku im Sattelrohr und einer Steuerung am Vorbau. 

Am Schalthebel selbst sind dann nur noch Druckknöpfe zu bedienen. „Das heißt, ich habe eine schnellere Schaltung, die leichter und besser reagiert als die mechanische“, so Pelzel.

Was für ein E-Bike ist das richtige für mich? 

Bei dieser Frage gilt es, die drei großen Bereiche zu unterscheiden: Mountainbike-Hardtails, Mountainbike-Fullys und Mountainbike-Touren/Trekking-Räder. Meist verbreitet ist das Hardtail. Das sollte sich zulegen, wer gerne und viel bergauf und -ab fährt und leichte Trails angeht. Im Gegensatz dazu ist das Fully, dessen Kürzel für „full suspension“ steht, vorne wie hinten voll gefedert, damit schwerere Trails und richtig lange Bergabfahrten angenehmer werden. Deswegen muss neben der Federung beim Fully auch die Bremse eine stärkere sein. Bei Fullys ist zudem meist eine Vario-Sattelstütze verbaut, die mit nur einem Knopfdruck am Lenker den Sattel in die richtige Position bringt –  ohne dass man dafür absteigen müsste („on the fly“). 

Alles spannende und innovative Tools für mehr Bikespaß, oder? 

Doch wer wirklich nur auf längeren Touren den Inndamm entlang oder rund um den Chiemsee unterwegs ist, der ist mit einem Tourenrad schlicht am besten bedient. Das hat eine bequemere Sitzposition, nicht so teure Komponenten, dafür aber die schnelleren Reifen mit weniger Widerstand – ein Pluspunkt auch für die Motor-Reichweite des E-Bikes. 

Wie kann ich beim E-Bike-Kauf Geld sparen? 

Nachdem die Highend-Radl von Corratec bis zu 11.000 Euro kosten können, gibt es für alle, die zwar ambitioniert, aber keine Bike-Profis sind, natürlich auch viel Luft nach unten. Daher rät Julian Pelzel eines: Seid’s ehrlich zu euch selbst. „Was für ein Rad brauche ich wirklich? Wenn ich keine Trails fahre, also selten abseits befestigter Wege unterwegs bin, dann reicht mir ein Mountainbike. Wenn ich nur um den Chiemsee fahre, brauche ich nicht den stärksten Motor von Bosch.“

 Je spezialisierter das Bike ist, umso höher liegen auch die Folgekosten bei Verschleißteilen wie zum Beispiel dem Schaltwerk oder Servicekosten wie dem Dämpferservice, den das Fully regelmäßig verlangt. „Einfach schauen, dass man was Gutes kauft, aber nichts Übertriebenes“, rät der iko-Experte. 

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